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Zahlen für das 1. Halbjahr 2018
Der deutsche Osthandel legt weiter ein hohes Tempo vor: Die durch den Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) ausgewerteten Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass der deutsche Warenaustausch mit den 29 Ländern der Region im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent gestiegen ist und damit erneut stärker wuchs, als der deutsche Handel insgesamt (+4,3 Prozent). „Der Osthandel befindet sich derzeit in einem stabilen Sommer-Hoch. Aktuell läuft die Konjunktur fast überall in unserer Region besser, als es die Vielzahl politischer Krisen eigentlich erwarten lässt. Das schöne Wetter scheint die Stimmung zu beflügeln“, kommentierte der OAOEV-Vorsitzende Wolfgang Büchele.
Treffen von Merkel und Putin
Rund drei Stunden saßen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin am vergangenen Wochenende auf Schloss Meseberg in Brandenburg zusammen. Michael Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV), bewertet das Treffen folgendermaßen:
Kommentar zum Merkel-Putin-Treffen in Meseberg
Am Samstagabend, 18. August, wird der russische Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schloss Meseberg in Brandenburg erwartet. Es ist das zweite Treffen beider Politiker innerhalb von drei Monaten. Zuletzt hatte es zudem ein Treffen von Merkel mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Berlin sowie mehrere Begegnungen von Lawrow mit Bundesaußenminister Heiko Maas gegeben. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier traf sich in den vergangenen Monaten mehrfach mit Vertretern der russischen Regierung. Zur aktuellen Begegnung in Meseberg äußert sich der OAOEV-Vorsitzenden Wolfgang Büchele folgendermaßen:
Südkaukasus und Zentralasien im Blickpunkt
Die neueste Ausgabe der Osteuropa Informationen widmet sich schwerpunktmäßig den Regionen Südkaukasus und Zentralasien. Wir berichten über die deutsch-georgische Wirtschaftszusammenarbeit und die wirtschaftlichen Folgen des Regierungswechsels in Armenien. Außerdem sprachen wir mit dem usbekischen Botschafter über die jüngsten Reformen in seinem Land und die aktuellen Entwicklungen in Kasachstan. In der August-Ausgabe finden Sie außerdem Berichte über die Jahresveranstaltung des OAOEV, die aktuelle Entwicklung des deutschen Osthandels sowie die jüngsten Aktivitäten des OAOEV in Südosteuropa, Russland und der Ukraine.
Neue US-Sanktionen gegen Russland geplant
Am 8. August kündigte die US-Administration neue Sanktionen gegen Russland in Zusammenhang mit dem im März erfolgten Giftanschlag auf den Ex-Geheimdienstagenten Sergej Skripal an. Die Sanktionen sollen am 22. August in Kraft treten. Gleichzeitig werden im US-Kongress auch mit Bezug auf mögliche Einmischungen Russlands in US-Wahlen neue Sanktionen vorbereitet. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des OAOEV, nimmt dazu wie folgt Stellung:
Außerordentliche Mitgliederversammlung des OAOEV
Der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft stellt seine Arbeit auf eine noch breitere Basis: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder des OAOEV am 7. August in Berlin für die Aufnahme des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) als Trägerverein ausgesprochen. Die dazu notwendige Satzungsänderung wurde einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
Legendärer Ost-Ausschuss-Vorsitzender
Am 6. August 2018 wäre der langjährige Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Otto Wolff von Amerongen 100 Jahre alt geworden. Der 1918 in Köln als Sohn eines Eisenhändlers geborene Wolff von Amerongen gilt als eine der einflussreichsten Unternehmerpersönlichkeiten der Bundesrepublik. Nach Übernahme des Ost-Ausschuss-Vorsitzes 1955 war Wolff von Amerongen am Abschluss erster Handelsverträge der Bundesrepublik mit China und der Sowjetunion beteiligt. Diese und weitere Aktivitäten etwa im Zusammenhang mit den legendären „Erdgas-Röhren-Geschäften“ brachten ihm den Titel eines „heimlichen Osthandelsministers“ ein
Dossier des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft

Am 6. April 2018 veröffentlichte das US-Schatzamt neue Sanktionen gegen sieben russische Konzernchefs, zwölf durch diese kontrollierte Unternehmen, 17 russische Regierungsfunktionäre, eine staatliche Rüstungsfirma und eine Bank. Auch Nicht-US-Bürger und damit auch europäische Unternehmen könnten Ziel von Sanktionen werden, falls sie wissentlich „signifikante Transaktionen“ im Auftrag der blockierten russischen Personen oder Unternehmen unterstützt haben.

Interview mit usbekischem Botschafter
Vor eineinhalb Jahren hat Usbekistan einen Kurs der Reformen und der Öffnung des Landes eingeschlagen. Das Land ist mit 32 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste in Zentralasien. Welche Ergebnisse die Reformen bislang gebracht haben und welche Chancen sich daraus für die deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen ergeben, darüber sprachen wir mit dem usbekischen Botschafter Nabijon Kasimov. Das Interview stammt aus der aktuellen Ausgabe unserer Osteuropa-Informationen, die Anfang August wieder als Beilage des Magazins Ost-Contact erscheinen.
Technische Reglements

Der russische Unternehmerverband RSPP und der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) wollen daran arbeiten, die Technischen Reglements beider Länder anzunähern. Beide Verbände unterschrieben dazu auf der Messe Innoprom in Moskau eine Vereinbarung. Die Umsetzung des Projektes soll zu verbesserten Rahmenbedingungen für die Unternehmen beider Länder beitragen.

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