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Albanien

AlbanienStand: September 2018

Seit 2014 ist Albanien offiziell Beitrittskandidat der EU. Die EU-Staaten haben sich im Juni 2018 auf den Start von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien geeinigt. Bis zum Gesprächsbeginn im Juni 2019 müssen beide Länder aber noch einige Bedingungen erfüllen. Die albanische Wirtschaft wächst seit Jahren auf einem moderaten Niveau. Ein Wachstumstreiber sind ausländische Direktinvestitionen in die Infrastruktur und die Energiewirtschaft.

Wirtschaftsentwicklung

Die gute Konjunktur in Albanien hält weiter an. So ist das Bruttoinlandsprodukt 2017 um 3,8 Prozent gestiegen und hat damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Ein wichtiger Wachstumstreiber waren die ausländischen Direktinvestitionen (FDI), die fast ein Viertel zum BIP beigetragen haben. Auch der Konsum hat der Gesamtwirtschaft wichtige Impulse gegeben.

Die Großprojekte in der Energiewirtschaft haben im vergangenen Jahr einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Dazu gehört die Trans-Adria-Pipeline, die 2020 in Betrieb gehen und Erdgas aus Aserbaidschan nach Westeuropa transportieren soll. Das Projekt generiert nicht nur einen beträchtlichen Ausrüstungsbedarf. Auch Bauleistungen werden in diesem Zusammenhang deutlich stärker nachgefragt. Zudem bieten mehrere Wasserkraftwerke relevante Investitionsprojekte für ausländische Partner. Zwar stammte der Großteil der Investitionen aus westlichen Ländern, doch immer mehr chinesische Investoren engagieren sich in dem Balkanstaat.

Die Wachstumsentwicklung dürfte grundsätzlich anhalten. Dafür sind allerdings weiterhin die Aktivitäten der internationalen Geldgeber notwendig, die mit ihren finanziellen Mitteln viele wichtige Projekte ermöglichen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) geht für 2018 und 2019 erneut von einem Plus gegenüber dem Vorjahr von mindestens 3,8 Prozent aus. Ein Problem bleibt die hohe öffentliche Verschuldung, die die höchste auf dem gesamten Balkan ist.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Die deutschen Exporte sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 271 Millionen Euro zurückgegangen. Zu den Waren, die deutsche Unternehmen am meisten nach Albanien verkaufen, gehören Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile, Metalle und Maschinen. Die Einfuhren aus Albanien sind hingegen um ein Fünftel auf 99,4 Millionen Euro gestiegen. Die wichtigsten Produkte sind Leder und Lederwaren, Erzeugnisse der Landwirtschaft sowie Metalle.

Aktivitäten des OAOEV

Ende Januar/ Anfang Februar 2018 reiste eine OAOEV-Delegation unter der Leitung des Geschäftsführers Michael Harms zu Gesprächen nach Albanien. Schwerpunkte des Besuchs waren Gespräche mit Premierminister Edi Rama sowie dem Minister für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit und Soziales Arben Ahmetaj und dem Minister für Infrastruktur und Energie Damian Gjiknuri.

Der OAOEV fördert im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan auch Stipendiaten aus Albanien.

Quellen: EBRD, IWF, GTAI, Nationales Statistikamt, Weltbank

Statistik 2017

Staatspräsident: Bujar Nishani
Ministerpräsident: Edi Rama
Hauptstadt: Tirana
Bevölkerung: 3 Mio.

Nominales BIP: 11,4 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 3.980 Euro
BIP-Wachstum: 3,8%
BIP-Wachstum, 2018 (P): 3,8%

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus AL: 99,4 Mio. Euro
Exporte nach AL: 270,9 Mio. Euro

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Albanische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsche Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien

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