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Bosnien und Herzegowina

BosnienStand: März 2019

Bosnien und Herzegowina hat seit Mitte 2015 ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU. Im Februar 2016 hat das südosteuropäische Land den EU-Beitrittsantrag gestellt. Bosnien und Herzegowina besteht aus den beiden Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina und der Republik Srpska.

 

Wirtschaftsentwicklung

Die Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren solide entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben der EBRD um drei Prozent gestiegen. Wachstumstreiber waren vor allem der Dienstleistungssektor und der Handel, die vom privaten Konsum profitieren. Auch die Industrie, die rund ein Fünftel zum BIP beiträgt, war ein wichtiger Wachstumsfaktor, und die Investitionstätigkeit insbesondere in die Infrastruktur ist wieder in Fahrt gekommen. Ein wichtiges Infrastrukturprojekt ist die Fortsetzung des Baus des Paneuropäischen Verkehrskorridors Vc zwischen Budapest und der kroatischen Stadt Polce. Die EBRD geht davon aus, dass das BIP im Jahr 2019 um 3,5 Prozent steigt. Der private Konsum dürfte sich infolge steigender Löhne erhöhen, Exporte und Investitionen sollten ebenfalls zulegen. Zu den Wachstumsrisiken gehört die politische Unsicherheit aufgrund der langwierigen Regierungsbildung nach den Wahlen im Oktober 2018.

Ein grundsätzliches Problem bleibt, dass sich das wirtschaftliche Potenzial des Landes aufgrund der komplizierten politischen Struktur und übermäßiger Bürokratie nicht entfalten kann. Sorgen bereitet zudem die anhaltende Abwanderung von Arbeitskräften. Die Arbeitslosenquote lag 2018 immer noch bei über 18 Prozent.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Die Außenhandelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Balkanstaat entwickeln sich positiv. Der Außenhandelsumsatz zwischen beiden Partnern ist 2018 auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 8,1 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Bei den deutschen Einfuhren dominieren Bekleidung, Möbel und Maschinen. Die deutschen Unternehmen liefern vor allem Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile, Textilien und Maschinen nach Bosnien-Herzegowina. Deutschland gehört zu den wichtigsten Außenhandelspartnern des Balkanstaates – neben Italien und Serbien.

Aktivitäten des OAOEV

Zum zweiten Mal tagte im Oktober 2018 die von der Bundesregierung und der bosnischen Regierung vereinbarte Standing Working Group, die die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen verbessern soll. Der OAOEV beteiligte sich aktiv an der Durchführung der Sitzung.

Seit 2007 unterstützt der OAOEV im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan junge Graduierte aus Bosnien und Herzegowina.

Quellen: EBRD, Raiffeisen Research, Stat. Bundesamt

Statistik 2018

Vorsitzender des Staatspräsidiums: Dragan Čović,, Bakir Izetbegović , Milorad Dodik (rotiert alle 8 Monate)
Vorsitzender des Ministerrats: Denis Zvizdic
Hauptstadt: Sarajevo
Bevölkerung: 3,5 Mio.

Nominales BIP: 16,9 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 4.833 Euro
BIP-Wachstum: 3,0%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 799,5 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 903,2 Mio. Euro

Quellen: OWC, GTAI, IWF, Statistisches Bundesamt, Nationales Statistikamt

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Botschaft Bosnien und Herzegowinas

Deutsche Botschaft

 
 

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