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3. Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum in Berlin

Angela Merkel bei der Wirtschaftskonferenz 2015
Eröffnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Mit Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des ukrainischen Premierministers Wolodymyr Hrojsman startet am 29. November 2018 im Berliner Haus der Deutschen Wirtschaft das 3. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum. Fünf Jahre nach Beginn des Euro-Maidan in Kiew, der die Weichen für die Modernisierung der Ukraine gestellt hat, sprechen wir in insgesamt fünf hochkarätig besetzten Diskussionsrunden über aktuelle Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen in diesem Land. Besonders im Fokus stehen die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0, Land- und Ernährungswirtschaft, Logistik, Infrastruktur und Transport sowie Kommunalwirtschaft, Energieeffizienz und Abfallmanagement.

Zu den Diskussionsteilnehmern gehören die ukrainischen Minister für Finanzen, Infrastruktur und Landwirtschaft, Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß sowie Vorstandsmitglieder wichtiger deutscher Investoren in der Ukraine. Veranstaltet wird die Konferenz durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag, den Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) und die Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer in Kooperation mit dem ukrainischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, der ukrainischen Botschaft in Berlin und UkraineInvest.

Statements der beteiligten Organisationen

Zu den Zielen der Konferenz äußert sich DIHK-Präsident Eric Schweitzer folgendermaßen: „Die Wirtschaft hat einen hohen Stellenwert in den deutsch-ukrainischen Beziehungen. Wir möchten mit der heutigen Veranstaltung Unternehmen die Potenziale des ukrainischen Marktes aufzeigen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten diskutieren. Unternehmen in beiden Ländern sollen ermutigt werden, die bilaterale Zusammenarbeit mit erhöhtem Tempo und größerer Intensität anzugehen.  Je besser die wirtschaftlichen Perspektiven in der Ukraine sind, desto eher werden auch die Reformbemühungen der ukrainischen Regierung gelingen. Dazu wollen wir als deutsche Wirtschaft einen Beitrag leisten.“

Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins (OAOEV) sieht in der Konferenz, die nach Berlin 2015 und Kiew 2016 nunmehr erneut in Berlin stattfindet, die Chance für eine größere Dynamik in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen: "In den vergangenen fünf Jahren hat sich in der Ukraine eine Menge zum Positiven verändert, daran haben auch deutsche Investoren und Arbeitgeber partizipiert. Wir können und wollen gemeinsam aber noch mehr erreichen. Die Wirtschaftskonferenz bietet eine gute Gelegenheit, sich mit dem Stand und den Perspektiven des Reformprozesses vertraut zu machen”, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins Wolfgang Büchele.

Bereits am Vorabend der Konferenz am 28. November haben deutsche Investoren die Gelegenheit, im Rahmen eines Abendessens mit dem ukrainischen Premierminister Hrojsman über aktuelle und neue Projekte zu sprechen.

Andreas Lier, Präsident der Deutsch- Ukrainischen Industrie- und Handelskammer, ruft potenzielle deutsche Investoren dazu auf, ihr Engagement in der Ukraine jetzt hochzufahren: "Wir erleben heute die beste Ukraine seit den 27 Jahren der Unabhängigkeit des Landes. Nicht wenige deutsche Unternehmen, die hier im Land Geschäfte machen, verzeichneten im letzten Jahr ihr bestes Geschäftsergebnis überhaupt in der Ukraine. Und dieses Jahr entwickelt sich ähnlich. Daher werden diejenigen, die heute an der Seitenlinie stehen bleiben und die offensichtlichen Chancen im Land nicht ergreifen, später teuer für ihr heutiges Zögern bezahlen. Die Konkurrenz schläft nicht: Unternehmen aus China, Polen, der Türkei und einigen anderen Ländern bauen ihre Geschäfte in der Ukraine dynamisch aus. Gleiches gilt für diejenigen deutschen Unternehmen, die schon in der Ukraine aktiv sind. Die allermeisten von Ihnen expandieren heute deutlich.“

Informationen zu den Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen

Mit dem Regierungswechsel in der Ukraine im Frühjahr 2014 wurde ein umfangreicher Reformprozess in Gang gesetzt. Dieser wird insbesondere auch durch die Umsetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU angetrieben. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: die Entflechtung und Steigerung der Effizienz des Energiesektors, die Einführung eines elektronischen Systems für öffentliche Ausschreibungen, die Konsolidierung des Bankensektors und die stärkere Übertragung von Kompetenzen auf die Regionalverwaltungen. Als weiter reformbedürftig gelten das Justiz- und Gerichtswesen und der Beamtenapparat. Neben dem seit Jahren stark wachsenden und erfolgreichen IT-Sektor ist vor allem der ukrainische Agrarsektor von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Gesundung.

Deutschland gilt innerhalb der EU als wichtigster Unterstützer und Finanzier des Reformprozesses in der Ukraine. Insgesamt gibt es rund 2.000 aktive Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in der Ukraine. Mit Gründung der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer im Oktober 2016 in Kiew anlässlich des 2. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforums wurden die Investitionsbedingungen für deutsche Unternehmen weiter verbessert.

Nach einem starken Einbruch in den Jahren 2014 und 2015 haben sich die deutschen Handelsbeziehungen mit der Ukraine spürbar erholt. Im Jahr 2017 stieg der bilaterale Warenaustausch um 22 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Dieser positive Trend hat sich in den ersten acht Monaten 2018 moderat fortgesetzt (+ 8 Prozent). Auffällig ist, dass vor allem die Importe aus der Ukraine zuletzt deutlich zulegen konnten. Immer mehr ukrainische Unternehmen passen sich erfolgreich an EU-Standards an und nutzen die bestehenden Handelsmöglichkeiten.

Das aktuelle Konferenzprogramm finden Sie hier

Journalisten, die sich noch als Berichterstatter für die Konferenz akkreditieren wollen, wenden sich bitte bis Dienstag, 27. November, 12:00 Uhr an:

presse@dihk.de


Über den DIHK:

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertags (DIHK) vertritt 79 regionale Industrie- und Handelskammern (IHKs), in denen rund 3,6 Millionen gewerbliche Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen gesetzliche Mitglieder sind. Darüber hinaus koordiniert der DIHK das Netzwerk der 140 Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft in 92 Ländern. Auf Bundes- und Europaebene setzt sich der DIHK für die Interessen der gesamten gewerblichen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit ein.

Über den OAOEV:

Der „Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft e.V.“ (OAOEV) entstand im Mai 2018. Die neue gemeinsame Regionalinitiative bündelt die Kompetenzen der beiden traditionsreichen Vereine Ost-Ausschuss (gegründet 1952) und Osteuropaverein (gegründet 1990) und fördert die deutsche Wirtschaft in den 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, des Südkaukasus und Zentralasiens. Der deutsche Osthandel steht für rund ein Fünftel des gesamten deutschen Außenhandels und ist bedeutender als der Handel mit den USA und China. Der OAOEV hat rund 350 Mitgliedsunternehmen und –verbände und wird von sieben Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft getragen.

Über die Deutsch-Ukrainische Industrie und Handelskammer (AHK Ukraine):

Die deutsche Auslandshandelskammer in der Ukraine wurde im Oktober 2016 auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen der Regierung der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland in Kyiv gegründet. Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine arbeitete als Vorgängerorganisation der Kammer seit 1993 in dem Land. Die AHK Ukraine umfasst heute 130 Mitglieder und wächst dynamisch. Mit ihren acht Ausschüssen und Arbeitsgruppen arbeitet die Kammer tagtäglich an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für ausländische und insbesondere deutsche Investitionen in der Ukraine.

 

 

Ansprechpartner

Andreas Metz
Tel: 030 206167-120
A.Metz@bdi.eu

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