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700 Erfolgsgeschichten in 15 Jahren

Feierlicher Empfang für die Stipendiaten des neuen Jahrgangs mit Projektleiterin Müller, OAOEV-Geschäftsführer Harms, Staatssekretärin Flachsbarth, Alumna Govedarica, Warbanoff, CEO der DB Engineering & Consulting GmbH, und Ruzica Djindjic (von li.) Foto: J. Scheer
Begrüßung der neuen Stipendiaten des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft

Am 26. Juni feierte das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans in Berlin seinen 15. Geburtstag. Seit 2003 bewarben sich über 16.000 junge Menschen aus allen sieben Ländern des Westlichen Balkans, 700 erhielten einen Praktikumsplatz. Mehr als 200 deutsche Unternehmen, in der Mehrzahl Mitglieder des OAOEV, beteiligten sich bislang an dem Programm.

Von Zoran Djindjic heißt es, dass er mit täglich sechs Stunden Schlaf auskam. Die übrige Zeit arbeitete er rastlos in den verschiedensten Funktionen für die Modernisierung seines Heimatlandes Serbien und die Annäherung der ganzen Region an die Europäische Gemeinschaft. Nikolina Govedarica, die diese Geschichte erzählt, gehört zu den bislang 700 Stipendiaten des Zoran Djindjic Stipendienprogramms, das vor 15 Jahren durch den Ost-Ausschuss und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gegründet wurde, um nach der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten dessen Ideale weiterzuleben.

"Idee eines friedlichen und vereinigten Europas"

Govedarica, die Stipendiatin des Jahrgangs 2016 war, führte am 26. Juni 2018 durch das Programm der Jubiläumsfeier des Stipendienprogramms auf dem EUREF-Campus in Berlin vor der beeindruckenden Kulisse des alten Schöneberger Gasometers. Zu den Gästen gehörten neben Alumni, Unterstützern, Partnern und Freunden des Programms auch die 66 Stipendiaten des Jahrgangs 2018, die in diesen Tagen ihre Praktika in Deutschland antreten werden. Begrüßt wurden sie von Ruzica Djindjic, Witwe Zoran Djindjics und Leiterin der gleichnamigen Stiftung, Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Niko Warbanoff, Präsidiumsmitglied des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins (OAOEV) und als CEO der DB Engineering & Consulting GmbH Gastgeber der Feier.

„Das Programm steht für die Idee eines friedlichen und vereinigten Europas“, sagte Staatssekretärin Flachsbarth in ihrem Grußwort und dankte dem OAOEV und den beteiligten Unternehmen für ihre Arbeit. Ruzica Djindjic unterstrich den Zugewinn an Lebenserfahrung, den die Stipendiaten mit nach Hause nehmen würden: „Die 66 neuen Stipendiaten werden sich in der deutschen Gesellschaft bewegen und sie werden verstehen, was europäische Werte wirklich bedeuten.“ Warbanoff betonte, dass das das Programm ein „Leuchtturm für die ganze Region“ und eine „Win-Win-Situation“ für die beteiligten deutschen Unternehmen darstelle. Die jungen Stipendiaten seien nach ihrem Praktikum wichtige Ansprechpartner in ihrem jeweiligen Heimatland für die deutsche Wirtschaft. „Wir sind bereit für weitere 15 Jahre“, sagte Warbanoff unter dem Beifall des Publikums.

Ziel des Programms ist es, Studierenden und jungen Graduierten aus den Ländern des Westlichen Balkans die Möglichkeit einer praxisorientierten Ausbildung in deutschen Unternehmen zu geben und somit Meilensteine in ihrer beruflichen Karriere in ihren Heimatländern zu setzen. Die teilnehmenden Unternehmen dagegen haben die Möglichkeit, ihre zukünftigen Nachwuchskräfte bereits im Rahmen eines Praktikums kennenzulernen und sie frühzeitig am Unternehmen zu binden – eine bedeutsame Komponente in Zeiten des Fachkräftemangels für alle Seiten.

Mehr als 200 Unternehmen beteiligt

Mehr als 200 Unternehmen haben sich bisher am Stipendienprogramm beteiligt. Die Deutsche Bahn, Gastgeberin der Jubiläumsveranstaltung,  stellt seit 2011 regelmäßig Praktikantenplätze für das Programm zur Verfügung. Im Jubiläumsfilm, der zur Feier seine Uraufführung erlebte, sieht man unter anderem die Stipendiatin Milica bei einer Führung über die riesige Baustelle am Berliner Bahnhof Ostkreuz.

Während das Stipendienprogramm in den ersten drei Jahren auf Serbien begrenzt blieb, hat es sich seit 2007 schrittweise erweitert. Bewerben können sich heute Nachwuchskräfte aus den Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien.

Nach der Rückkehr in ihre Heimatländer werden die Absolventinnen und Absolventen in ein aktives regionales Alumni Netzwerk integriert und bleiben dadurch Deutschland, der deutschen Kultur und Wirtschaft verbunden. Das Alumni Netzwerk ist mittlerweile zentraler Bestandteil des Stipendienprogramms, denn mit nunmehr 15 Generationen hat es sich zu einer grenzüberschreitenden Gemeinschaft sehr gut ausgebildeter Nachwuchs- und Führungskräfte entwickelt, die in führenden deutschen, internationalen und lokalen Unternehmen sowie Institutionen in der Region aktiv sind.

Andreas Metz,
Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft

 

Ansprechpartner

Antje Müller
Projektleiterin
Tel.: 030 206167-137
A.Mueller3@bdi.eu

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