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Fußball trifft Wirtschaft

OAOEV-Unternehmerdelegation reiste zur Fußball-WM nach Moskau/ Deutsche Unternehmen an WM-Vorbereitung beteiligt

Eine 14-köpfige Unternehmerdelegation des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins (OAOEV) reiste Mitte Juni unter dem Motto „Football meets Business“ nach Moskau, wo sie von der heiteren WM-Stimmung und dem internationalen Fan-Publikum empfangen wurde.

Nach einer abendlichen Begrüßung durch die Organisatoren, den OAOEV und das Mitgliedsunternehmen Ausserer & Consultants, trafen sich die Teilnehmer tags darauf zu einem Workshop, um sich über die Erfahrungen deutscher Unternehmen mit der Fußball-WM auszutauschen. So berichtete Dirk Grossmann von der Lufthansa Group Moskau von einem maximalen Kapazitätseinsatz der Lufthansa zur WM, die auf Inlandsflügen innerhalb Russlands seit 2017 erfolgreich mit der russischen Linie S7 kooperiert, um auch Destinationen in entfernteste Regionen anbieten zu können. Nicht nur deutsche, sondern auch viele Fußball-Fans aus Großbritannien, den USA, Argentinien, Brasilien und Mexiko hatten sich für einen Flug mit der Lufthansa nach Russland entschieden. Dass der „Fanhansa- Mannschaftsflieger“ der deutschen Nationalmannschaft allerdings bereits am 28. Juni wieder in Deutschland zurück sein würde, war zu diesem Zeitpunkt noch undenkbar.

Eigene Rezeptur entwickelt

Das Unternehmen Remmers aus Löningen ist nicht nur Lieferant von Baustofftechnik, sondern hat sich in Russland im Bauten- und Denkmalschutz russischer Traditionsstadien wie den VTB- und RZD-Arenen (ehemals Dinamo- und Lokomotiv-Stadien) verdient gemacht. Für die denkmalgeschützten Fassaden wurde eine eigene Rezeptur entwickelt. Der Aufbau einer eigenen Produktion in Russland ist derzeit in Vorbereitung, berichtete Sergej Shibaev von Remmers. Die Firma Skidata aus Salzburg lieferte die WM-Zugangssysteme für die Stadien Luschniki und Spartak in Moskau und sicherte 800.000 internationalen Fans einen schnellen und sicheren Weg ins Stadion, berichtete der Geschäftsführer von OOO Skidata Lars Hilbert. Im Vorfeld hatte die Firma schon 34 Parkplätze der russischen Hauptstadt mit Zugangsscannern eingerichtet.

Bereits seit 1995 ist der Kunststoff- und Polymer-Verarbeiter Rehau in Russland aktiv, wo das Unternehmen heute 600 Mitarbeiter beschäftigt. „Okna-Rehau“ (Rehau-Fenster) sind die meistverkauften Kunststofffenster in Russland. Zur WM stellte die Firma die Rasenheizung für die WM-Stadien bereit. Die Verhandlungen dazu wurden bereits 2011 geführt. Die Auftragszusage erforderte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit staatlichen Stellen als auch mit privaten Auftraggebern. Der große Vorteil von OOO Rehau war, dass die Firma über ein weit verbreitetes eigenes Händlernetz in den russischen Regionen verfügt und so auch hier zum Zuge kam, so Firmenvertreter Alexander Wagner.

Am Tag darauf hatten die Delegationsteilnehmer die Möglichkeit, das 2005 gegründete Werk für PVC-Fenster- und Türprofile von Rehau in Gschel, 60 Kilometer östlich von Moskau, zu besuchen, die zweitgrößte Fertigungsstätte des Unternehmens weltweit. Rehau hat früh das Thema Energiesparen in Russland aufgegriffen und den enormen Sanierungs- und Renovierungsbedarf im Baubereich erkannt.

Stimmungsvolle Atmosphäre

Im Rahmen der Reise besuchten die Delegationsteilnehmer das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko im Moskauer Luschniki-Stadion. Die Teilnahme und stimmungsvolle Atmosphäre in dem neu gestalteten Stadion waren trotz des deutschen Ausscheidens ein Erlebnis.

Am Tag darauf wurden die Delegationsmitglieder zu einem Briefing in der AHK empfangen, an dem auch ein Vertreter der Deutschen Botschaft in Moskau teilnahm. Ein Networking-Abend des Wirtschaftsclubs Russland an den berühmten Patriarchen-Teichen rundete das Delegationsprogramm ab.

Katrin Morosow
Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtscha
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Ansprechpartner

Katrin Morosow
Leiterin Büro Hamburg
Leiterin AK Logistik und Verkehrsinfrastruktur/Gesundheitswirtschaft
Tel.: 040 32 52 57 49
K.Morosow@bdi.eu

 

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