Direkt zum Inhalt

Innovationsschub aus dem (Süd-)Osten

Litauens Außenminister Linkevičius bei der Eröffnung der Smart Country Convention 2019. Foto: Messe Berlin GmbH
24.10.2019
Innovative und smarte Lösungen für die Stadt von morgen/ Side Event von OAOEV und NRW.Invest auf der Smart Country Convention in Berlin

Ende Oktober fand die Smart Country Convention (SCC), ein internationaler Treffpunkt und Austauschplattform für etablierte Marktführer, junge Unternehmen sowie Vertreter von Städten und Kommunen in Berlin statt. Im Mittelpunkt stand die Digitalisierung des öffentlichen Sektors, die die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im städtischen und ländlichen Raum schafft. Litauen war Partnerland der SCC mit über 12.700 Besuchern und 150 Ausstellern, die der IT-Branchenverband Bitkom und die Messe Berlin gemeinsam veranstalteten.

Smarte Lösungen

Im Rahmen eines „Official Side Events“ war auch der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) dabei, der als große Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft das Augenmerk auf das Kooperations- und Innovationspotenzial in Osteuropa richtete. Die Workshop-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit NRW.Invest präsentierte smarte Lösungen in den Bereichen urbane Infrastruktur und transparente Verwaltung aus Osteuropa sowie B2C- und B2G-Projekte in den Smart Cities des Ostens. Das interaktive Format mit Keynotes und kurzen Pitches half dabei, Unternehmen und Start-Ups aus Deutschland und den OAOEV-Ländern zu vernetzen.

Den inhaltlichen Teil eröffnete Hans-Werner Winterhoff, Global Head KPMG Innovation Services. Auf Grundlage eines multidimensionalen Smart-City-Konzepts stellte Winterhoff exemplarisch Dimensionen vor, die für die Entwicklung der digitalen Städte der Zukunft eine besondere Rolle spielen, wie „Network“, „Data Management & Analytics“ und „Customer Touchpoints“, die Schnittstellen zwischen Unternehmen und Kunden darstellen. Für die Implementierung von smarten Lösungen und Innovationen sei es besonders wichtig, in „Ökosystemen“ von Unternehmen, öffentlichem Sektor, Start-Ups, Finanzinstituten und Forschung zu denken und zu handeln.

Start-Up-Preis für die Kreislaufwirtschaft

Der „Green Alley Award“ ist der erste und einzige Start-Up-Preis für die Kreislaufwirtschaft in Europa. Er wurde im Jahr 2014 von der Landbell Group ins Leben gerufen. Jürgen Fuchs, Global Key Account Manager bei Landbell in Deutschland, berichtete über den Erfolg der letzten fünf Jahre, die kreativen Geschäftsmodelle im Bereich digitale Kreislaufwirtschaft, Recycling und Abfallvermeidung. 274 Bewerber aus 50 Ländern nahmen am diesjährigen Wettbewerb teil, bei dem Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammengehören. Der Gewinner für 2019 ist Gelatex, ein estnisches Start-up, das Leder aus Gelatine-Restprodukten herstellt.

Den Impulsvorträgen folgte eine spannende Pitch-Runde. Unter den Stichworten Transparenz, Verfügbarkeit und Bürgerkontrolle stellte der russische Softwareentwickler Altarix zwei seiner erfolgreichsten Produkte, die Plattform für elektronische Referenden und die Anwendung „Active Citizen“ mit mehr als 2,5 Millionen Nutzern vor. Theoremus aus Sofia – ein Unternehmen aus dem Bereich „Sustainable Urban Analytics Unternehmen“ setzt sich mit den Herausforderungen des urbanen Raums auseinander und bietet Lösungen unter anderem im Bereich Abfallentsorgung an.

Vorurteilsfreier Ansatz

Auch die E-Mobilität ist derzeit in aller Munde. Die Firma Samocat aus Russland entwickelte ein E-Scooter-System mit festen Stationen, das mit mehr als 5.000 Tretrollern unter anderem auf dem finnischen Markt erfolgreich ist. Zum Abschluss fasste Armin Philippen die Chancen und Möglichkeiten zusammen, die Osteuropa deutschen Unternehmen, vor allem dem Mittelstand, bieten kann. Der Territory Director DACH bei Droxic und große Bulgarien-Fan setzte sich für einen vorurteilsfreien Ansatz in der Zusammenarbeit mit osteuropäischen Unternehmen ein und pries das gut entwickelte „digitale Ökosystem“ in Sofia.

Petya Hristova
Leiterin des AK Urbane Infrastruktur und Energieeffizienz im OAOEV

Ansprechpartner

Petya Hristova
Leiterin AK Urbane Infrastruktur und Energieeffizienz
Tel.: 030 20 61 67-155
P.Hristova@bdi.eu

Diese Seite teilen: