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Jungunternehmer in der Ukraine

OAOEV begleitete deutsche Nachwuchsunternehmer nach Kiew/ Innovation und Digitalisierung im Fokus

Begleitet vom Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) besuchten deutsche Jungunternehmer Anfang September die Ukraine. Gemeinsam mit dem Sprecher für Außenhandelspolitik des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Alexander Kulitz und elf jungen Unternehmern führte der OAOEV in Kiew zahlreiche Gespräche zur wirtschaftlichen Zukunft der Ukraine und der deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen. Im Zentrum standen vor allem die Themen Innovation und Digitalisierung. Aber auch über Logistik, Agrarwirtschaft sowie Energiepolitik wurde in positiver Atmosphäre diskutiert.

Der deutsche Botschafter Ernst Reichel und der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK) Alexander Markus empfingen die Delegation zum Beginn des dichten Tagesprogramms in Kiew. Im Zentrum des aktuellen politischen Diskurses in der Ukraine steht vor allem die Auseinandersetzung mit dem Nachbarn Russland. Kristallisationspunkt in Gesprächen mit deutschen Vertretern ist in diesem Zusammenhang häufig das in der Ukraine umstrittene Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Innovation und Digitalisierung im Fokus

Aufgrund der Zusammensetzung der Delegation standen Innovation und Digitalisierung im Fokus. Einige Teilnehmer hatten bereits erste kommerzielle Erfahrung mit ukrainischen IT-Dienstleistern und -Entwicklern gesammelt. Die Wachstumsbedingungen und die Grundlagen für Innovationen haben sich in der Ukraine in den vergangenen Jahren dramatisch zum Positiven verändert.

In vielen Städten des Landes entstehen „Innovation Hubs“, die das kreative Potenzial kanalisieren und heimischen Spezialisten mit nationalen und internationalen Unternehmen vernetzen. Taucht man tiefer in das Thema ein, stellt man fest, dass alle namhaften internationalen Player in der Ukraine programmieren und entwickeln lassen. Dabei zeichnet sich immer stärker ab, dass sich die Ukraine vom reinen Dienstleister („verlängerte Werkbank“) hin zu einem Land mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten entwickelt. Am Ende eines intensiven Tages konnte sich die Delegation noch intensiv mit Unternehmern aus der IT-Branche im iHub Kyiv über Förderinstrumente, Innovationsmanagement sowie Wachstumsstrategien von Start-Ups austauschen.

Neue Gesichter

Die deutsche Botschaft in Kiew, die AHK, die Stadt Kiew, die Professional Government Association (PGA), die EuroOptimist Group, der Auswärtige Ausschuss der Werchowna Rada, der Minister für Infrastruktur und Digitalisierung Volodymyr Omelyan und der iHub Kyiv zeigten den Delegationsteilnehmern einen breiten Ausschnitt der neuen, jungen Ukraine. Als besonders Highlight hatte die Delegation die Gelegenheit, sich mit Mustafa Nayem auszutauschen, mit dessen Social-Media-Post der Euromaidan vor vier Jahren begann.

Diese positiven Eindrücke und die neuen Gesichter - Entscheider und Führungskräfte von morgen - stehen beispielhaft für die positiven Schritte, die in der Ukraine in den vergangenen Jahren zurückgelegt worden sind. Der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) beabsichtigt, den Dialog zwischen deutschen und ukrainischen jungen Unternehmern und Entscheidern weiter zu entwickeln.

Stefan Kägebein
Leiter Arbeitskreis Digitalisierung

  • Besuch der Delegation in der Werchowna Rada. Foto. S. Kägebein
  • Der OAOEV beleitete die Unternehmer in Kiew. Foto: S. Kägebein
Ansprechpartner

Stefan Kägebein
Koordinator Arbeitskreis Digitalisierung
Tel.: 030 206167-113
S.Kaegebein@bdi.eu

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