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OAOEV-Delegation trifft Präsident Putin

Am 1. November hielt sich eine Delegation des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft zu Gesprächen mit der russischen Regierung im Moskauer Kreml auf. Zeitgleich besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ukraine. Zu beiden Ereignissen äußert sich der OAOEV-Vorsitzende Wolfgang Büchele wie folgt:

„Am 1. November fand in Moskau das jährliche Treffen von Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins mit dem russischen Präsidenten Putin statt. Wie in den vergangenen Jahren reist eine rund 20-köpfige Delegation aus Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern großer deutscher Investoren nach Russland. Wir ziehen eine Bilanz der Wirtschaftsentwicklung seit unserem letztjährigen Treffen in Sotschi und werden mit dem russischen Präsidenten und zuständigen Ministern insbesondere über neue Projekte in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, IT, Energie, Agrarwirtschaft, Automobil- und Maschinenbau sprechen.
 
Darüber hinaus hoffen wir sehr, dass die vielen deutsch-russischen Treffen auf höchster politischer Ebene in den vergangenen Monaten Vorboten eines neuen Entspannungsprozesses sind, den wir dringend brauchen. Wir werben in Moskau für eine weitere Intensivierung dieses Dialogs und eine höhere Dynamik in der Annäherung zwischen der EU und Russland.“

Statement zur Reise der Bundeskanzlerin in die Ukraine

„Mit große Sympathie verfolgen wir die Reise der Bundeskanzlerin am 1. November nach Kiew. Der deutsch-ukrainische Handel hat sich zuletzt belebt. Das Land hat als Investitionsstandort wieder an Attraktivität gewonnen. Wir sind sehr daran interessiert, dass sich der Reformprozess in der Ukraine fortsetzt. Erst Ende Oktober waren Vertreter des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins mit einer Unternehmerdelegation im östlichen Landesteil unterwegs, um bestehende Geschäftsbeziehungen zu vertiefen und sowie neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen. Für den 29. November haben wir zusammen mit dem DIHK in Berlin eine dritte, große Ukraine-Konferenz in Vorbereitung, zu der wir auch die Bundeskanzlerin und den ukrainischen Ministerpräsidenten Wolodymyr Hrojsman erwarten.
 
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine vermittelt, in denen es um die Fortsetzung des Gastransits durch die Ukraine über das Jahr 2019 hinaus geht. Auch nach Realisierung des Projekts Nord Stream 2 werden wir signifikante Erdgasmengen über die Ukraine beziehen müssen, um die stark sinkenden Fördermengen in der EU auszugleichen und den anstehenden Ausstieg aus Atomkraft und Kohleverstromung bewerkstelligen zu können. Wir hoffen sehr, dass dieser Wirtschaftsdialog zwischen Russland und der Ukraine auch politisch Fortschritten mit sich bringt. Ein Erfolg des Friedensprozesses in der Ostukraine liegt im Interesse aller Europäer.“

 
Aktuelle Handelsentwicklung

In den ersten acht Monaten 2018 ist der deutsch-russische Handel nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf insgesamt 40 Milliarden Euro gewachsen, wobei die deutschen Importe aus Russland wegen der stark steigenden Ölpreise um 13 Prozent zulegten, während die deutschen Exporte nur leicht um zwei Prozent anstiegen.
 
Der deutsch-ukrainische Handel erreichte von Januar bis August 2018 einen Zuwachs von rund acht Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro: Die deutschen Importe aus der Ukraine wuchsen dabei stark um 20 Prozent, deutsche Exporte in die Ukraine legten um etwas über zwei Prozent zu.

Die vollständige Handelstabelle für die 29 Länder des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins finden Sie hier.

Weitere Informationen/Länder-Updates zur Wirtschaftsentwicklung finden Sie zudem unter dem Menüpunkt Publikationen auf unserer Internetseite sowie auf Facebook und Twitter.

Ansprechpartner

Andreas Metz
Leiter Presse und Kommunikation
Tel. +49 (0) 206167-120
A.Metz@bdi.eu

 

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