Direkt zum Inhalt

Slowakei

Slowakei

Stand: Juli 2018

Die Wirtschaft ist weiterhin von moderaten Wachstumsraten geprägt. Die Unternehmen müssen nach wie vor damit fertig werden, dass nur relativ wenig Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Der Großteil der Investoren bleibt aber optimistisch. Auf der Liste der deutschen Außenhandelspartner liegt die Slowakei auf Platz 25.

Wirtschaftsentwicklung

Die Slowakei bleibt mit ihren 5,4 Millionen Konsumenten ein relativ kleiner Markt, der überwiegend als Standort für die Produktion von westlichen Industrie- unternehmen dient. Insbesondere die Autohersteller leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesamtwirtschaft, die in den vergangenen Jahren Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich erzielt hat. Auch im Jahr 2017 hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent vergrößert und somit diese positive Entwicklung fortgesetzt. Das geht aus den Zahlen des offiziellen slowakischen Statistikamtes hervor.

Eine besonders positive Entwicklung, die die slowakische Regierung für sich verbuchen kann, ist die Verringerung des Haushaltsdefizits. So hat im vergangenen Jahr das Minus nur noch bei knapp einem Prozent am BIP gelegen. 2016 hatte es noch 2,2 Prozent betragen.

Eine wichtige Herausforderung für internationale Investoren ist, dass die Lohnkosten immer höher werden. Die Arbeitslosenquote bleibt wie in anderen östlichen EU-Staaten anhaltend niedrig. Nach Eurostat erreichte sie 2017 mit einem Durchschnittswert von 7,9 Prozent einen historischen Tiefstand. Die slowakische Regierung versucht, die Bedingungen für Investoren und die einheimische Industrie in dieser Hinsicht wieder zu verbessern. Eine neue Regelung ermöglicht es Arbeitgebern, Arbeitskräfte, die nicht aus der EU stammen, im Eiltempo einzustellen.

Der Fachkräftemangel dürfte vorerst ein Problem bleiben, dass sich aufgrund der anhaltend niedrigen Arbeitslosenquote möglicherweise sogar noch verschärfen wird. Im März 2018 lag diese laut dem slowakischen Arbeits- und Sozialamt ÚPSVaR bei 5,6 Prozent. Den Prognosen der Behörde zufolge wird der Wert 2018 wohl unter fünf Prozent sinken.

Darüber hinaus sind die Investitionsbedingungen weiterhin gut. So geht die Regierung für das laufende Jahr von einem Wachstum der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent aus. Der Grund: Der Autohersteller Jaguar wird wohl seinen geplanten Werksbau in der westslowakischen Stadt Nitra abschließen, die ein wichtiges Industriezentrum ist. Dort betreibt unter anderem Sony ein Werk, in dem LCD-TV-Geräte hergestellt werden. Die Infrastruktur und der erhebliche wirtschaftliche Unterschied, der zwischen den Regionen herrscht, bleiben nennenswerte Herausforderungen für die Unternehmen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) rechnet mit einem Wachstum von 3,3 Prozent für das Jahr 2018 und 3,2 Prozent für 2019.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Die gute konjunkturelle Stimmung unter den ausländischen Investoren in der Slowakei hält weiterhin an. Wie aus einer Umfrage hervorgeht, die die Deutsch-Slowakische Außenhandelskammer veröffentlicht hat, wollen mehr als 40 Prozent der befragten Firmen expandieren und sind auf Personalsuche. Die deutschen Exporte in das Land sind 2017 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent gewachsen, während sich die Importe aus der Slowakei um 3,3 Prozent vergrößert haben. Deutsche Unternehmen exportieren in das östliche EU-Land vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen sowie Datenverarbeitungsgeräte. Bei den deutschen Einfuhren ergibt sich bei der Güterreihenfolge bereits seit längerer Zeit ein ähnliches Bild.

Aktivitäten des OAOEV

Der OAOEV setzt sich für eine stärkere Wahrnehmung der Slowakei in der Öffentlichkeit durch die Politik in Deutschland ein.

Statistik 2017

Präsident: Andrej Kiska
Ministerpräsident: Peter Pellegrini
Hauptstadt: Bratislava
Bevölkerung: 5,4 Mio.

Nominales BIP: 84,1 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 15.495 Euro
BIP-Wachstum: 3,4%
BIP-Wachstum, 2018 (P): 3,9%

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus SK: 14,9 Mrd. Euro
Exporte nach SK: 13,4 Mrd. Euro

Quellen: EBRD, gtai, Slowakisches Statistikamt, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Slowakische Botschaft

Deutsche Botschaft

Diese Seite teilen: