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Tadschikistan

TadschikistanStand: Juni 2019

Tadschikistan ist gemessen am Pro-Kopf-Einkommen die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Tadschikistans Wirtschaft ist stark abhängig von den Rücküberweisungen der in Russland arbeitenden Auslandstadschiken, die Schätzungen zufolge knapp die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmachen.

 

Wirtschaftsentwicklung

Umfangreiche öffentliche Investitionen ermöglichten Tadschikistan 2018 ein kräftiges Wachstum von 7,3 Prozent. Die Wirtschaft leidet aber nach wie vor unter den sinkenden Preisen für Aluminium und Baumwolle. Die Auslandsüberweisungen tadschikischer Gastarbeiter nahmen wieder zu. Das Land ist unverändert von Geldspritzen internationaler Geber abhängig. Einem kontinuierlichen Wachstum stehen in Tadschikistan diverse Hindernisse gegenüber. Das Land ist im weltweiten Vergleich eines der Länder, die am stärksten von Rücküberweisungen im Ausland lebender Arbeitsmigranten abhängen. Bedenklich sind das steigende Haushaltsdefizit aufgrund höherer Ausgaben für die Infrastruktur und geringerer Steuereinnahmen, der Inflationsdruck sowie die Auslandsverschuldung gegenüber China.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Der deutsch-tadschikische Außenhandel bleibt aus deutscher Sicht von geringer Bedeutung. Die deutschen Importe aus Tadschikistan, primär Aluminium und Baumwolle, beliefen sich 2018 auf 1,5 Millionen Euro. Der Wert der deutschen Ausfuhren nach Tadschikistan lag 2018 bei rund 47 Millionen Euro und war um rund zwölf Prozent niedriger als im Vorjahr. Exportiert werden vor allem Maschinen, Fahrzeuge und technische Ausrüstung sowie chemische Erzeugnisse. Mit einem Handelsvolumen von gerade einmal rund 49,1 Millionen Euro belegte Tadschikistan im letzten Jahr den letzten Platz im deutschen Osthandel.

Aktivitäten des OAOEV

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH (GIZ) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzte der OAOEV von 2012 bis 2018 ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zur Rohstoffkooperation mit Zentralasien um.

Quellen: ADB, EBRD, gtai, Nationales Statistikamt, Statistisches Bundesamt, UNCTAD

Statistik 2018

Hauptstadt: Duschanbe
Bevölkerung: 9,1 Mio.
Fläche:  142.000km²
Präsident: Emomali Rahmon
Ministerpräsident: Kohir Rasulsoda

Nominales BIP: 6,3 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 684 Euro
BIP-Wachstum: 7,3%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 5,0%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 1,5 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 47,6 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 145
Deutsche Einfuhr: Platz 178

Quellen: EBRD, GTAI

 

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu
 

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