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Zoran Djindjic Stipendienprogramm: Empfang der neuen Stipendiaten

24.06.2019
Bislang über 700 Stipendiaten aus den sieben Ländern des Westlichen Balkans

Am 26. Juni wird in Berlin die 16. Generation des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans feierlich empfangen. Begrüßt werden die 74 neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus sieben Ländern von Ruzica Djindjic, Direktorin der Zoran Djindjic Stiftung in Belgrad, Philip Haußmann, Sprecher des Vorstands der Ernst Klett AG sowie Vorstandsmitglied des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins (OAOEV), und Claudia Warning, Abteilungsleiterin der Abteilung 3 (Naher Osten, Asien, Lateinamerika, Südost- und Osteuropa) im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). An dem Empfang nehmen außerdem Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Alumni des Programms teil.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien treten Anfang Juli ihre Praktika in über 40 deutschen Unternehmen an. Zuvor nehmen sie an einer Einführungswoche in Berlin teil, bei der sie Vertreter aus Politik und Wirtschaft treffen, Unternehmen besuchen, sowie in Workshops auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet werden.

„Das Projekt ist längst ein Leuchtturm in und für die Länder des Westlichen Balkans“, sagt OAOEV-Vorstand Philipp Haußmann: „Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der Region leistet es einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger Menschen. Durch seinen länderübergreifenden Ansatz fördert es darüber hinaus die regionale Verständigung in der Region.“

„Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat, und damit auch für eine gelungene Entwicklungszusammenarbeit“, sagt BMZ-Abteilungsleiterin Claudia Warning. „Mit dem Programm stärken wir nicht nur die Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern des Westbalkans, sondern das Alumni-Netzwerk leistet auch einen Beitrag zu Vertrauen und Kooperation der zukünftigen Generationen innerhalb der gesamten Region. Damit tragen wir auch zum Vermächtnis des Namensgebers Zoran Djindjic bei, der sich letztlich mit seinem Leben für ein vereintes Europa eingesetzt hat.“

Das Programm, das Studierenden und jungen Graduierten aus den sieben Ländern des Westlichen Balkans qualifizierte Praktika in deutschen Unternehmen ermöglicht, geht 2019 bereits in sein 16. Jahr. In diesem Jahr haben sich rund 1.300 interessierte Nachwuchskräfte für ein Stipendium beworben. Seit 2003 stieg damit die Gesamtzahl der Bewerbungen auf über 17.000. Mehr als 700 junge Nachwuchskräfte haben seit Beginn des Programms eine berufliche Weiterbildung in Deutschland absolviert und damit die Möglichkeit erhalten, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihr im Studium erworbenes theoretisches Wissen anzuwenden.

Vielfacher Nutzen

Neben dem persönlichen Nutzen für die Stipendiaten unterstützt das Programm auch den Erfahrungstransfer. „Die Teilnehmer können nach ihrer Rückkehr neue Impulse für die Entwicklung der Unternehmen in der Region geben“, sagt OAOEV-Vorstand Haußmann. „Dass dies funktioniert, zeigen die vielfältigen Beispiele von Alumni, die inzwischen für deutsche oder andere internationale Unternehmen in der Region, aber auch für lokale Unternehmen arbeiten.“

Auch die deutschen Partnerunternehmen profitieren von einer Teilnahme am Programm. Dabei spielt nicht nur die fachliche Qualifikation der Stipendiaten eine Rolle. Firmen mit Kooperationspartnern oder Tochterunternehmen in der Region profitieren in besonderem Maße, denn die Praktikanten bringen Regionalexpertise mit. „Die Kontaktaufnahme zu potenziellen Partnern und Interessenten kann durch Muttersprachler im Betrieb erleichtert werden“, sagt Haußmann: „Dies kann deutschen Unternehmen bei der Erschließung der regionalen Märkte von großem Nutzen sein.“

Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, auf das wachsende Alumni-Netzwerk zurückzugreifen, das der OAOEV gemeinsam mit der serbischen Zoran Djindjic Stiftung initiiert hat, um das Potenzial der Ehemaligen zu bündeln, für die Länder des Westlichen Balkans nutzbar zu machen und die Vernetzung untereinander zu ermöglichen. Mit mehr als 700 Young Professionals verfügt es über eine vielfältige, branchenübergreifende Expertise und ist somit auch ein gelungenes Beispiel eines regionalen Public-Private-Partnership-Programms.

Hintergrund

Das ZDS wurde 2003 auf Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert. Der Grundgedanke bestand darin, die demokratische Vision des 2003 ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic zu bewahren, für den junge Menschen und ihre Ausbildung, Erfahrung und Motivation das größte Potenzial eines Landes darstellten. Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans wird im Auftrag des BMZ durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Federführend in der Umsetzung ist der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Zoran Djindjic Stiftung.

Weitere Informationen zum Programm gibt es auch auf der Internetseite www.djindjic-stipendienprogramm.de/de/

Ansprechpartner

Andreas Metz
Tel.: 030 206167-120
A.Metz@bdi.eu

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