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Albanien

AlbanienStand: Juni 2019

Seit 2014 ist Albanien offiziell Beitrittskandidat der EU. Im Juni 2018 haben die EU-Staaten der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen grundsätzlich zugestimmt, die formale Eröffnung steht allerdings noch aus. Um die Voraussetzungen zu erfüllen, hat die albanische Regierung wichtige Schritte bei der Umsetzung von Reformen im Justizwesen eingeleitet. Die EU hat ihrerseits zugesagt, die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen im Juni 2019 zu prüfen.

Wirtschaftsentwicklung

Albaniens Wirtschaft entwickelt sich weiter dynamisch. So ist das Bruttoinlandsprodukt 2018 um 4,1 Prozent gestiegen und hat damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Die EBRD geht für 2019 erneut von einem Wachstum von 3,9 Prozent aus. Wichtige Wachstumstreiber sind die ausländischen Direktinvestitionen, insbesondere im Energiesektor, und der Konsum. Zu den Großprojekten in der Energiewirtschaft gehören der Bau der Trans-Adria-Pipeline, die als Teil des südlichen Gaskorridors 2020 in Betrieb gehen und Erdgas aus Aserbaidschan nach Westeuropa transportieren soll, und mehrerer Wasserkraftwerke. Die Projekte generieren nicht nur einen beträchtlichen Ausrüstungsbedarf, sondern auch Nachfrage nach Bauleistungen. Die Wachstumsentwicklung dürfte anhalten. Dafür sind allerdings weiterhin die Aktivitäten der internationalen Geldgeber notwendig, die mit ihren Mitteln viele wichtige Projekte ermöglichen. Außerdem müssen strukturelle Mängel in der öffentlichen Verwaltung und Infrastruktur behoben und die Abhängigkeit der Reformen von Spannungen innerhalb der albanischen Politik minimiert werden. Sorgen bereitet zudem die Abwanderung von Fachkräften, auch wenn die Arbeitslosenquote 2018 immer noch bei über zwölf Prozent lag.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

2018 war ein Rückgang im bilateralen Handel von knapp einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Während die deutschen Einfuhren aus Albanien auf 121 Millionen Euro stiegen (+21 Prozent), gingen die Ausfuhren um neun Prozent auf 246 Millionen Euro zurück. Zu erklären ist dies mit der Finalisierung des TAP-Projektes und der damit verbundenen Zulieferungen. Zu den Waren, die deutsche Unternehmen am meisten nach Albanien verkaufen, gehören Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse sowie Eisen und Stahl. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind Textilien und Bekleidung, Rohstoffe sowie Metalle.

Aktivitäten des OAOEV

Anfang 2018 reiste eine OAOEV-Delegation unter der Leitung des Geschäftsführers Michael Harms zu Gesprächen nach Albanien. Schwerpunkte des Besuchs waren Gespräche mit Premierminister Edi Rama sowie dem Minister für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit und Soziales Arben Ahmetaj und dem Minister für Infrastruktur und Energie Damian Gjiknuri.

Der OAOEV fördert im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan auch Stipendiaten aus Albanien.

Quellen: EBRD, GTAI

 

Statistik 2018

Hauptstadt: Tirana
Bevölkerung: 2,9 Mio.
Fläche: 28.748 qkm
Staatspräsident: Ilir Meta
Ministerpräsident: Edi Rama

Nominales BIP: 12,8 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 4.458 Euro
BIP-Wachstum: 4,1%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,9%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 121,1 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 246,3 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 96
Deutsche Einfuhr: Platz 100

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Albanische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsche Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien

Invest in Albania

 

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