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Aserbaidschan

AserbaidschanStand: Juni 2019

Im Rahmen ihrer Politik der Östlichen Partnerschaft verhandelt die EU seit Februar 2017 mit Aserbaidschan über ein neues umfassendes Abkommen, das den Vertrag über Partnerschaft und Zusammenarbeit von 1996 ersetzen soll. Im Juli 2018 haben die EU und Aserbaidschan ihre neuen Partnerschaftsprioritäten vereinbart.

 

Wirtschaftsentwicklung

Aserbaidschan erholt sich weiter von der Wirtschaftskrise, in die es 2016 durch den Einbruch des Ölpreises geraten war. Das Land ist trotz aller Diversifizierungsbemühungen vom Öl- und Gasexport abhängig. Die Erholung des Ölpreises und staatliche Stabilisierungsmaßnahmen sorgten 2018 für ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Der weitere Ausbau der Produktions- und Exportkapazitäten im Energiesektor und die fortgesetzten Bemühungen zur Diversifizierung der Wirtschaft dürften das Wachstum unterstützen. Die EBRD rechnet für 2019 mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung auf 3,5 Prozent. Risiken für das Wachstum bergen neben Preisschwankungen auf dem globalen Ölmarkt der instabile Bankensektor und der Konflikt mit Armenien um die Region Berg-Karabach. Ab 2020 sollen über den südlichen Gaskorridor zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Europa geliefert werden. Der südliche Gaskorridor ist eine rund 3.500 Kilometer lange Pipeline, mit der Erdgas vom aserbaidschanischen Gasfeld Shah Deniz 2 im Kaspischen Meer über Georgien, die Türkei, Griechenland und Albanien nach Italien transportiert werden soll.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Der Außenhandel mit Deutschland hat sich 2018 deutlich erholt: Die deutschen Exporte nach Aserbaidschan kletterten nach den Einbrüchen in der Vergangenheit um 26,7 Prozent auf 433 Millionen Euro. Die deutschen Importe, überwiegend Erdöl, legten wertmäßig sogar um 43,8 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Aus Deutschland werden überwiegend Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile und chemische Erzeugnisse nach Aserbaidschan geliefert.

Aktivitäten des OAOEV

Im Februar 2018 besuchte eine hochrangige Unternehmerdelegation unter Leitung des OAOEV-Vorsitzenden Wolfang Büchele Baku und führte Gespräche mit Präsident Ilham Alijew und mehreren Ministern sowie aserbaidschanischen Unternehmen.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Baku
Bevölkerung: 9,9 Mio.
Fläche: 86.600 km²
Staatspräsident: Ilham Alijew
Ministerpräsident: Nowruz  Mamedow

Nominales BIP: 38,6 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 3.887 Euro
BIP-Wachstum: 1,4%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 1,4 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 433,7 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 84
Deutsche Einfuhr: Platz 57

Quellen: GTAI, EBRD

Ansprechpartner

Stefan Kägebein
Regionaldirektor Osteuropa
Tel.: 030 206167-113
S.Kaegebein@bdi.eu

Links

Aserbaidschanische Botschaft

Deutsche Botschaft

AHK Aserbaidschan

Investitionsagentur AZPROMO

 

 

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