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Bulgarien

BulgarienStand: Juni 2019

Bulgarien ist seit 2007 EU-Mitglied und hat in der ersten Jahreshälfte 2018 erstmals erfolgreich die EU-Ratspräsidentschaft innegehabt. Darüber hinaus strebt Sofia eine Mitgliedschaft in der Eurozone an. Das Umfeld für ausländische Investitionen ist günstig.

 

Wirtschaftsentwicklung

Bulgariens Wirtschaft setzt ihren Expansionskurs fort. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent. Der wesentliche Wachstumstreiber war der Konsum, der sich auf steigende Löhne und Einkünfte privater Haushalte stützte. Darüber hinaus sind die Investitionen ein bedeutsamer Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Investitionsprojekte, zu denen überwiegend Vorhaben für die Infrastruktur, aber auch in der Industrie gehören, könnten noch an Fahrt aufnehmen, weil verstärkt EU-Fördermittel aus dem bis 2020 laufenden Haushalt der Gemeinschaft wirksam werden. Bulgarien befindet sich in der Vorbereitung auf den Beitritt zum Wechselkursmechanismus II der EU. Bis Juli 2019 sollen die nötigen Reformen im Finanzsektor umgesetzt und der Beitritt vollzogen werden. Für 2019 geht die EBRD von einem BIP-Wachstum von 3,4 Prozent aus. Der private Verbrauch und die Investitionen dürften die bedeutendsten Wachstumstreiber bleiben. Gemeinsam müssen Regierung und Unternehmen Antworten auf das Problem der Abwanderung qualifizierter Fachkräfte finden, das sich zunehmend als Investitionshemmnis erweist und neben der allgemeinen Konjunkturabkühlung auf wichtigen Absatzmärkten als eines der Risiken für das Wachstum gilt. Laut dem Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) lag die Arbeitslosenquote des Landes 2018 bei 5,2 Prozent.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der deutsch-bulgarische Handel entwickelt sich weiter dynamisch. Während die deutschen Einfuhren aus Bulgarien 2018 um 10,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zulegten, kletterten die Exporte in das südosteuropäische Land um 4,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Die deutschen Ausfuhren bestehen überwiegend aus Maschinen, Kfz-Teilen und chemischen Erzeugnissen. Die bulgarischen Firmen exportieren hauptsächlich NE-Metalle, Nahrungsmittel, Textilien und Elektrotechnik nach Deutschland.

Aktivitäten des OAOEV

Erstmals hat Bulgarien in der ersten Jahreshälfte 2018 die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Unter diesem Vorzeichen standen auch die Aktivitäten des OAOEV mit Blick auf Bulgarien. Gemeinsam mit der Südosteuropa Gesellschaft, der Konrad-Adenauer-Stiftung und mit der Unterstützung des Deutsch-Bulgarischen Forums organisierte der OAOEV am 21. und 22. November 2017 eine internationale Konferenz mit dem Titel "Bulgarien: Eine Bestandsaufnahme zehn Jahre nach dem Beitritt zur EU und vor der EU-Ratspräsidentschaft 2018". Im Dezember 2018 organisierte die IHK Potsdam gemeinsam mit dem Deutsch-Bulgarischen Forum, dem DIHK und dem OAOEV ein Deutsch-Bulgarisches Wirtschaftsforum.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Sofia
Bevölkerung: 7 Mio.
Fläche: 110.994 km²
Präsident: Rumen Radev
Ministerpräsident: Bojko Borissow

Nominales BIP: 53,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 7.560 Euro
BIP-Wachstum: 3,1%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,4%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 4,3 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 3,9 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 45
Deutsche Einfuhr: Platz 38

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Bulgarische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer

Investitionsagentur

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