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OAOEV will mit „Neuer Agenda“ Zusammenarbeit mit Russland verbessern

Ostexperte

„Der OAOEV-Vorsitzende Büchele betonte in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang, dass trotz gravierender Konflikte langfristig kein Weg an einer engen Partnerschaft zwischen der EU und Russland vorbeiführe. Er sagte: „Wir sind in diesem Jahrhundert, das nach Lage der Dinge kein europäisches, sondern ein asiatisches sein wird, mehr denn je aufeinander angewiesen.“

„Um die Zukunft gemeinsam zu gestalten, brauchen wir jetzt eine echte Strategie, eine neue Agenda für die europäisch-russischen Beziehungen“.

Grundzüge dieser „Neuen Agenda“ beschreibt der OAOEV in einem 30-seitigen Positionspapier, das der Verband am 11. Januar vorstellte. Der Verband nennt 15 „Zukunftsfelder“, in denen er viel Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit sieht. Dazu gehören Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität, zur Digitalisierung der Wirtschaft, Agrarwirtschaft und Klimaschutz, die Erforschung des Weltraums, Energie- und Rohstoffsicherheit, Medizin und Mobilität. „In allen genannten Feldern können innovative Unternehmen aus der EU und Russland gemeinsam an Lösungen arbeiten. Und zum Teil tun sie dies bereits heute sehr erfolgreich”, betonte Büchele. Ein gutes Beispiel sei das Thema Digitalisierung. Ein riesiges, gemeinsames Arbeitsfeld sei auch der Agrar- und Ernährungssektor: „Russland ist der wichtigste Getreideproduzent in Europa und spielt eine enorme Rolle für die Welternährung. Gemeinsam können wir klimaresiliente Pflanzen entwickeln, um die Ernteerträge zu steigern und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen”, erläuterte Büchele. Bereits hervorragend laufe die Zu-sammenarbeit in der Weltraumforschung. Gerade im Bereich der angewandten Forschung sieht Büchele für die EU und Russland erheblichen Verbesserungsbedarf. Wir erhoffen uns von dieser ‚neuen Agenda’ einen positiven Impuls, der einmal den Blick über die tagespolitischen Blockaden hinaus.“

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