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Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch Gemeinnützige GmbH wurde im Februar 2006 in Umsetzung des Regierungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation über jugendpolitische Zusammenarbeit in öffentlich-privater Partnerschaft gegründet. Die Stiftung, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt, wird getragen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung GmbH und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V./Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft. Die Gründung der Stiftung als öffentlich-private Partnerschaft stellte zugleich ein Novum im Bereich der internationalen Jugendzusammenarbeit dar und verdeutlichte darüber hinaus, dass Jugendaustausch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Über den OAOEV unterstützen deutsche Unternehmen die Stiftung mit vier Millionen Euro. Aus den Erträgen dieses Stiftungskapitals erfolgt die langfristige Förderung von konkreten Projekten in den Bereichen Schüleraustausch und berufliche Bildung.

Die Stiftung hat den Auftrag, den deutsch-russischen Jugend- und Schüleraustausch zu fördern und ihm neue Impulse zu verleihen. Die vom OAOEV mitgetragene Stiftungsarbeit ist ein großer Erfolg. So förderte die Stiftung bislang bereits über 6.000 Austauschmaßnahmen mit über 174.500 Jugendlichen sowie Lehr- und Fachkräften. Durch diese Unterstützung können sich junge Menschen aus Deutschland und Russland beispielsweise bei Schulpartnerschaften, bei Kooperationen zwischen Berufsschulen, im Rahmen eines Freiwilligen- oder Zivildienstes sowie bei den Deutsch-Russischen Jugendparlamenten ein eigenes Bild vom jeweils anderen Land, seinen Menschen, seiner Kultur und dem Alltagsleben machen und gemeinsam Zukunftsfragen diskutieren. Die Schüler und Jugendlichen entdecken hierbei Gemeinsamkeiten, bauen mögliche Vorurteile ab und bilden Netzwerke. Zudem eignen sich die Schüler und Jugendlichen interkulturelle Kompetenzen und Sprachkenntnisse an.

Die derzeitigen außenpolitischen Schwierigkeiten zwischen der EU, Deutschland und Russland haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Stiftung im Bereich der jährlichen Zuwendungen. Die Regierungen beider Seiten, die Verwaltungen und die Gesellschafter der Stiftung haben im Gegenteil zu jeder Zeit betont, dass die derzeitige schwierige politische Lage keine negativen Folgen für den Jugendaustausch haben soll. Im Sommer 2017 wurde das Deutsch-Russische Jahr des Jugendaustausches mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung mit Außenminister Sergej Lawrow beendet worden. Gerade in politisch herausfordernden Zeiten ist dieser zivilgesellschaftliche Dialog von enormer Bedeutung und gelebte Krisenbewältigung.

 

Kontakt

Dr. Christiane Schuchart
Regionaldirektorin Russland
Tel.: 030 206167-123
Fax: 030 2028-2712
C.Schuchart@bdi.eu

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Weitere Informationen

www.stiftung-drja.de

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