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Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans

Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans bietet jährlich bis zu 75 jungen Nachwuchskräften die Möglichkeit, drei bis sechsmonatige Praktika in führenden deutschen Unternehmen in Deutschland zu absolvieren. Es umfasst die sieben Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien. In den vergangenen 15 Jahren haben sich mehr als 200 führende deutsche Unternehmen an dem Programm beteiligt und Praktika für Studierende und junge Graduierte aus den Programmländern bereitgestellt.

„Mit unserem Stipendienprogramm für die Länder des Westlichen Balkans unterstützen wir die teilnehmenden Unternehmen, junge Nachwuchskräfte bereits frühzeitig fördern und sie an die aktuellen Herausforderungen der globalisierten Märkte heranzuführen“, sagt Antje Müller, Projektleiterin des Stipendienprogramms im OAOEV.

Die Unternehmen profitieren von den fundierten Fachkenntnissen, regionalen Kompetenzen und den Sprachkenntnissen der Stipendiaten und können die jungen Nachwuchskräfte während eines drei- bis sechsmonatigen Praktikums auf einen möglichen Einsatz als Mitarbeiter oder Vertreter im Heimatland testen.

Jedes Jahr bewerben sich etwa 1.500 Studierende und Graduierte mit einem fachlichen Hintergrund im ökonomischen, ingenieurstechnischen, informationstechnischen, juristischen oder agrarökonomischen Bereich. Ein unabhängiges Auswahlgremium übernimmt ausgehend von den Interessen der beteiligten Unternehmen die Vorauswahl der Kandidaten und prüft die Fach- sowie Sprachkenntnisse der Bewerber. Die finale Entscheidung für einen oder mehrere Praktikanten treffen die teilnehmenden Unternehmen.

Das Projektteam übernimmt die Organisation von Visa, Arbeitserlaubnis und Krankenversicherung. Neben einem monatlichen Stipendium werden die Kosten für die An- und Abreise zum Praktikumsort ebenso wie ein Deutschsprachkurs während des Praktikums aus Projektmitteln finanziert. Ergänzend hierzu stellen die beteiligten Unternehmen die Praktikumsplätze und die Betreuungskapazitäten zur Verfügung und übernehmen die Kosten für Unterkunft und Versicherung oder zahlen eine monatliche Praktikumsvergütung.

„Wir freuen uns jedes Jahr wieder, sehr gut qualifizierte und hoch motivierte Stipendiaten kennen zu lernen und sie in unsere Branche hineinschnuppern zu lassen. Die tolle Organisation durch den Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft macht es uns zudem sehr leicht, sich hier zu engagieren“, so die Rückmeldung der Hannover Rück.

Nach der Beendigung des Praktikums kehren die Stipendiaten in ihre Heimatländer zurück und werden Teil des aktiven Alumni-Netzwerks des Programms. Dieses bietet ein branchenübergreifendes Forum zum Austausch und fördert durch fachspezifische Weiterbildungsmaßnahmen die berufliche Entwicklung der ehemaligen Stipendiaten. Gerade für deutsche Unternehmen bietet dieses Netzwerk den Zugang zu hochqualifizierten, jungen Nachwuchskräften aus der Region des Westlichen Balkans, die bereits Arbeitserfahrung in Deutschland gesammelt haben.

Die Firma Europoles GmbH & Co. KG beteiligt sich seit 2010 am Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft und hält fest: „Unsere Erwartungen wurden bereits im ersten Jahr überschritten. Wir konnten und können nicht nur engagierte, wissbegierige und praktisch begabte Stipendiaten während ihrer Praktikumszeit begleiten, sondern sind weit darüber hinaus oft auch Wegbegleiter beim Einstieg ins Berufsleben.“

Durch seinen überregionalen Ansatz leistet das Stipendienprogramm einen Beitrag zur berufspraktischen Aus-und Weiterbildung junger und weltoffener Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer mitgestalten. So betont Mark Alexander Friedrichs von der Metro AG: „Gerade in Zeiten, in denen Unterschiede und Grenzen zu oft im Mittelpunkt stehen, ist die Teilnahme an dem Stipendienprogramm für uns nicht nur ein Mittel zur Bindung von Talenten, sondern ein bewusster Beitrag zum grenzübergreifenden Austausch sowie zur Förderung des europäischen Gedankens.“

Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich mit der Projektleiterin Antje Müller in Verbindung setzen (a.mueller3@bdi.eu, Tel +49 30 2061 67137).

Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm wurde im Jahr 2003 in einer gemeinsamen Initiative des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nach dem Attentat auf den ersten demokratisch gewählten Premierminister Serbiens, Dr. Zoran Djindjic, initiiert. Es wird im Auftrag des BMZ durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Federführend in der Umsetzung ist der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft, in Serbien Kooperation mit der Zoran Djindjic Stiftung.
Weitere Informationen über das Stipendienprogramm finden Sie hier.

Kontakt

Antje Müller
Projektleiterin
Tel.: 030 206167-137
Fax: 030 2028-2627
A.Mueller3@bdi.eu

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Weitere Informationen

www.stipendienprogramm.org

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