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Kirgisistan

KirgisistanStand: Juni 2019

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kirgisistan bleibt weiterhin durch die Entwicklungspolitik geprägt, das Engagement deutscher Unternehmen ist überschaubar. Kirgisistan ist seit 2015 Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion, der außerdem Russland, Belarus, Kasachstan und Armenien angehören.

 


Wirtschaftsentwicklung

Kirgisistans Wirtschaft ist 2018 nur um 2,8 Prozent gewachsen. Dazu trug der Rückgang der Goldproduktion in der Kumtor-Mine maßgeblich bei, die etwa ein Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht. Rückläufige Goldexporte und steigende Importe, nicht zuletzt aufgrund der realen Aufwertung der Währung gegenüber russischem Rubel und kasachischem Tenge, sorgten für ein größeres Defizit im Außenhandel. Die Rücküberweisungen von Arbeitsmigranten – bei Weitem die wichtigste Devisenquelle für Kirgisistan – stiegen weiter und kurbelten den privaten Konsum an. Die EBRD erwartet für 2019 dank der Geldtransfers aus dem Ausland, der wieder zunehmenden Goldförderung und höherer Exporte eine Wachstumsbeschleunigung auf 3,2 Prozent.

Die kirgisische Wirtschaft bleibt sehr stark von der Goldproduktion und den Auslandsüberweisungen abhängig und muss dringend diversifiziert werden. Eine große Herausforderung bleibt auch die Anpassung der Wirtschaft an die Standards der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und den gestiegenen Wettbewerbsdruck. Bisher sind die Wachstumsimpulse ausgeblieben, die sich Kirgisistan mit dem Beitritt zur Wirtschaftsunion erhofft hatte. Allerdings profitieren kirgisische Arbeitsmigranten von den verbesserten Arbeitsmöglichkeiten in den Ländern der EAWU.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Deutschland spielt als Handelspartner für Kirgisistan weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Die deutschen Ausfuhren gingen 2018 um 3,4 Prozent auf knapp 62 Millionen Euro zurück. Deutschland liefert hauptsächlich Maschinen, Arzneimittel und Elektrotechnik nach Kirgisistan. Die deutschen Einfuhren aus Kirgisistan verringerten sich um 1,6 Prozent und betrugen gerade einmal 14 Millionen Euro. Deutschland bezieht aus Kirgisistan Gold für nichtmonetäre Zwecke, Nahrungsmittel und Textilien.

Aktivitäten des OAOEV

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzte der Ost-Ausschuss von 2012 bis 2018 ein Projekt zur Rohstoffkooperation mit Zentralasien um.

Quellen: EBRD, GTAI, Stat. Bundesamt

Statistik 2018

Präsident: Sooronbai Dscheenbekow
Ministerpräsident: Sapar Isakow
Hauptstadt: Bischkek
Bevölkerung: 6,3 Mio.

Nominales BIP: 6,4 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 1.006 Euro
BIP-Wachstum: 2,7%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,2%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 13,7 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 59,9 Mio. Euro

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu


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