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Moldau

MoldauStand: Oktober 2018

Die Weltbank listet die Republik Moldau mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von etwa 2.000 Euro als das ärmste Land in Europa. Seit 2009 ist die Republik Moldau Teil der Östlichen Partnerschaft der EU und hat seit Juli 2016 ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU.

Wirtschaftliche Entwicklung

Seit der Jahrtausendwende ist das Bruttoinlandsprodukt durchschnittlich um fünf Prozent gewachsen – angetrieben durch den Konsum und die Überweisungen von Moldauern, die im Ausland leben. Diese Transfers machen pro Jahr eine zweistellige Prozentzahl am BIP aus. Die Wirtschaft ist im Jahr 2017 um 4,5 Prozent gewachsen. Wichtige Wachstumsfaktoren waren das gute außenwirtschaftliche Umfeld, die positive Entwicklung im Agrarsektor und die stärkere Binnennachfrage, die von steigenden Geldtransfers aus dem Ausland angekurbelt wurde. Zusätzlich gewinnt Moldau das Vertrauen internationaler Förderinstitute zurück. So hat der IWF im Dezember 2017 beschlossen, die Kreditvergabe wieder aufzunehmen. Ein Bankenskandal hatte Ende 2014 dazu geführt, dass der Währungsfonds ein Programm suspendiert hatte. Für 2018 geht die EBRD von einem Wachstum von 3,5 und 2019 von vier Prozent aus.

Moldau verfügt über eine Exportquote, die weit über 40 Prozent liegt und somit einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft hat. Die EU hat sich als wichtiger Handelspartner des Landes etabliert. Der Anteil der Importe aus der EU lag 2017 bei etwa der Hälfte der Gesamtimporte, der Anteil der Exporte in die EU sogar bei fast zwei Dritteln. Ein möglicher Hemmschuh für künftige Investitionen ist die weiterhin sinkende Bevölkerungszahl infolge der Abwanderung. Es bleibt abzuwarten, ob die bereits auf den Weg gebrachten Reformen erfolgreich umgesetzt werden, um hier eine Trendwende zu erreichen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Die deutschen Importe aus Moldau sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 22,6 Prozent auf 202 Millionen Euro gestiegen. Die Exporte in die Republik Moldau stiegen um 28,1 Prozent auf 361 Millionen Euro. 2017 war Deutschland mit einem Importanteil von 8,1 Prozent der fünftwichtigste Lieferant des Landes. Geliefert werden vor allem Kfz und Kfz-Teile, Maschinen sowie Textilien/Bekleidung. Unter den Abnehmerländern lag Deutschland 2017 auf Platz vier.

Quellen: OWC, EBRD, Nationales Statistikamt, Statistisches Bundesamt

Statistik 2017

Staatspräsident: Igor Dodon
Ministerpräsident: Pavel Filip
Hauptstadt: Chișinău
Bevölkerung: 3,5 Mio.

Nominales BIP: 7,1 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 2.000 Euro
BIP-Wachstum: 4,5 %
BIP-Wachstum, 2018 (P): 3,5 %

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus MD: 201,7 Mio. Euro
Exporte nach MD: 360,6 Mio. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
Fax: 030 2028-2404
A.Quiring@bdi.eu

Links

Moldauische Botschaft

Deutsche Botschaft

Investitionsagentur

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