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Montenegro

MontenegroStand: Oktober 2018

Gemeinsam mit Serbien hat Montenegro am ehesten Chancen, in absehbarer Zeit in die EU aufgenommen zu werden. Wie im Fall Serbiens hat die EU-Kommission das Jahr 2025 als Datum für einen möglichen Beitritt genannt. Die Beitrittsverhandlungen wurden im Juni 2012 aufgenommen.

Wirtschaftliche Entwicklung

Montenegro mit seinen gut 600.000 Einwohnern generiert pro Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von rund vier Milliarden Euro und gehört damit zu den kleinsten Volkswirtschaften Europas. Das Land ist stark von internationalen Investitionen abhängig, die das Wachstum der Gesamtwirtschaft ankurbeln. Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) haben in den vergangenen Jahren zwischen zwölf und 16 Prozent zum BIP beigesteuert und somit einen wichtigen Beitrag für die Volkswirtschaft geleistet. Etwa ein Drittel der finanziellen Mittel stammt aus der EU, die der größte internationale Geldgeber des Landes ist.

Das BIP erhöhte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent und hat damit die Erwartungen übertroffen. Dazu trugen der private Konsum ebenso wie die Investitionen insbesondere im Straßenbau - hier vor allem der Bau eines Autobahnabschnittes von der Adriaküste nach Serbien - und im Tourismus bei. Die Zahl der Übernachtungen erhöhten sich 2017 zudem um 10,5 Prozent. Die EBRD erwartet für 2018 und 2019 aber eine Abschwächung des Wachstums infolge des notwendigen öffentlichen Sparkurses und des Abschlusses großer Bauprojekte.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der Handel mit Deutschland unterliegt starken Schwankungen, weil die Volumina vergleichsweise gering sind. Manchmal können Einzelaufträge über die Gesamtentwicklung des Außenhandels entscheiden. So sind die deutschen Exporte in das südosteuropäische Land 2017 um ein Fünftel auf  107,4 Millionen Euro zurückgegangen. Die deutschen Importe aus Montenegro vergrößerten sich hingegen 2017 um drei Prozent auf 13,5 Millionen Euro. Dabei dominieren Kraftwagen und Kraftwagenteile, Nahrungsmittel und Futtermittel sowie Maschinen. Bei den Einfuhren sind Metalle, pharmazeutische Produkte und Holzwaren die wichtigsten Waren aus Montenegro.

Aktivitäten des OAOEV

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus Montenegro die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemein-same Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, OWC, Nationales Statistikamt, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2017

Präsident: Milo Đukanović
Premierminister: Duško Marković
Hauptstadt: Podgorica
Bevölkerung: 0,65 Mio.

Nominales BIP: 4,2 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 6.708 Euro
BIP-Wachstum: 4,4 %
BIP-Wachstum, 2018 (P): 3,3 %

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus MNE: 13,5 Mio. Euro
Exporte nach MNE: 107,4 Mio. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Deutsche Botschaft

Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer (AHK Serbien)

Investitionsagentur

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