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Ungarn

UngarnStand: Juni 2019

Eine günstige geografische Lage, qualifizierte Fachkräfte, eine gute Infrastruktur und die internationale Verflechtung der Wirtschaft machen Ungarn zu einem der attraktivsten Standorte in der Region. Mit Hilfe von EU-Fördermitteln sowie ausländischer Investitionen erfolgt zudem eine umfassende Modernisierung der ungarischen Volkswirtschaft.

 

Wirtschaftsentwicklung

Ungarns Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs 2019 fort. Der EU-Kommission zufolge wird die ungarische Volkswirtschaft in diesem Jahr um 3,7 Prozent wachsen; für 2020 wird ein Wachstum von 2,8 Prozent prognostiziert.  Der private Konsum ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber. In Folge von Steuererleichterungen, Betriebskostensenkungen, einer niedrigen Arbeitslosigkeit und steigenden Löhnen legte die private Nachfrage im Jahr 2018 um 5,4 Prozent zu und wird 2019 um weitere 4,9 Prozent steigen. Wachstumstreiber dürften dabei weiter die Bauwirtschaft, die Automobil- und deren Zuliefererindustrie sein. Der Automobilsektor erreicht mittlerweile allein einen Anteil von 30 Prozent an der industriellen Wertschöpfung. Steigende Exporte tragen ebenfalls zum konjunkturellen Aufschwung bei. Die Regierung fördert im Rahmen ihrer umfassenden Re-Industrialisierungsstrategie vorrangig die Tätigkeit produzierender Unternehmen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

2018 war Ungarn nach Polen, Tschechien und Russland der viertwichtigste Handelspartner Deutschlands unter den 29 Ländern Mittel- und Osteuropas. Der deutsch-ungarische Handel belief sich im Jahr 2018 auf 54 Milliarden Euro, wovon die deutschen Exporte 26 Milliarden und die Importe 27 Milliarden Euro ausmachten. Damit gehört Ungarn zu den wenigen Ländern, die eine positive Handelsbilanz mit der Bundesrepublik vorweisen können. Der Warenaustausch wies 2018 mit 5,1 Prozent ein dynamisches Wachstum auf, das aber unter den Zuwächsen im deutschen Handel mit Polen und Tschechien blieb.

Aktivitäten des OAOEV

Im September 2018 fand eine Reise der OAOEV-Geschäftsführung nach Ungarn statt, um Möglichkeiten zur Vertiefung der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern insbesondere in den Bereichen Innovation und Digitalisierung zu erörtern. Im Rahmen der Branchenarbeitskreise befassen sich Experten unter anderem mit Ungarn.

Quellen: EU, IWF, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2018

Hauptstadt: Budapest
Bevölkerung: 9,8 Mio.
Fläche: 93.028 km²
Staatspräsident: János Áder
Ministerpräsident: Viktor Orbán

Nominales BIP: 131,0 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 13.428 Euro
BIP-Wachstum: 4,9%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,7%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 26,6 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 26,3 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 13
Deutsche Einfuhr: Platz 14

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@bdi.eu

Links

Ungarische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Ungarische AHK

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