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Arbeitskreis Urbane Infrastruktur und Energieeffizienz

Der Arbeitskreis Urbane Infrastruktur und Energieeffizienz deckt die Themenbereiche Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Wasser- und Abwasserwirtschaft, Verwaltung und Sanierung von Gebäuden, Stadtentwicklung und kommunale Infrastruktur ab. Diese werden überregional in den 29 Ländern in Mittel- und Osteuropa, im Südkaukasus und Zentralasien betreut. Die Sitzungen des Arbeitskreises finden zweimal jährlich statt. Sprecher des Arbeitskreises sind Knut Höller, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V., und Nicole Pillen, stellvertretende Bereichsleiterin Energieeffiziente Gebäude und Leiterin Internationale Kooperationen bei der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Eine effektive und moderne Kreislauflaufwirtschaft trägt zur Verbesserung der Lebensqualität der Städte, ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität sowohl für die einheimische Bevölkerung und Wirtschaft als auch für Unternehmen und potenzielle Inverstoren aus dem Ausland bei. Die Bevölkerungszahlen in den mittel- und osteuropäischen Großstädten steigen trotz negativer demografischer Entwicklung und Brain drain an. Laut der Weltbank weist die Stadtbevölkerung in 14 von 17 untersuchten Ländern in Osteuropa und Zentralasien, gemessen am räumlichen GINI-Koeffizient, seit 2000 eine positive Tendenz auf. Dies stellt eine große Herausforderung für die Infrastruktur vor Ort und ein großes Potential für deutsche Unternehmen dar, nachhaltige Geschäftsmodelle vor Ort zu entwickeln.

Wasser- und Abwasserwirtschaft

Im Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft ist eine moderne, umweltverträgliche und energiesparende, aber auch bezahlbare Infrastruktur in der ganzen Region gefordert. Initiativen auf internationaler Ebene, wie zum Beispiel die 2006 ins Leben gerufene EU-Wasser-Initiative für Osteuropa, den Südkaukasus und Zentralasien, trägt maßgeblich zu Gesetzesreformen auf nationaler Ebene sowie zur Stärkung des wirtschaftlichen und finanziellen Rahmens für integrierte Wassersysteme bei. Ein Paradebeispiel ist die Wasser- und Abwasserstrategie der georgischen Regierung, die die Förderung von internationalen Gebern in Höhe von 400 Millionen Dollar bis 2019 sicherstellt. Eine transparente Gesetzgebung und gezielte Finanzierungsinstrumente prägen auch die Marktsituation in Mittelosteuropa, etwa die ökologischen Förderprogramme für Abwasseranlagen in Tschechien.

Erneuerbare Energien und Energieeffiziente Gebäude

Die Ziele sind ambitioniert, die Aussichten für Erzeugung und Verbrauch „grüner" Energie und Energiesparen im osteuropäischen Raum vielversprechend. Lettland gehört zu den Vorreitern mit einem Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung von 37 Prozent. Trotz großer Fortschritte besteht weiterhin ein hoher Bedarf am Ausbau erneuerbarer Energien und der Implementierung von Energieeffizienzmaßnahmen. Dabei spielen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als aktive Akteure und Innovatoren eine herausragende Rolle und tragen maßgeblich zur Beschleunigung dieses Prozesses bei. Der Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden sowie die Qualifizierung von Fachleuten für energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen und Sanieren stehen im Mittelpunkt des Projekts „Further Vocational Training for Energy Service Technicians" (VESTE). Als Projektpartner setzt sich der Ost-Ausschuss-Osteuropaverein (OAOEV) aktiv für nachhaltige Geschäftsmodelle und zukunftsorientierte Bildungskonzepte im Ostseeraum und eine größere Teilhabe des KMU-Sektors ein.

Stadtentwicklung und „smarte" Infrastruktur

Das Bild einer intelligenten, vernetzten Stadt basiert auf integrierten Konzepten, die moderne Infrastruktur im Bereich Wasser- und Abwasser sowie Kreislaufwirtschaft, öffentlicher Verkehr und Beleuchtung bis hin zu Energieclustern aus erneuerbaren Quellen und „smarten" Stromnetzen umfassen. Die Metropolen Mittel- und Osteuropas von St. Petersburg über Prag und Warschau bis Sofia sind auf einem guten Weg, Städte der Zukunft zu werden. Der Höhepunkt der Moskauer Strategie zur Integration digitaler Verkehrssysteme sind die Tests eines selbstfahrenden Auto-Prototyps 2018. Neben den technologischen Voraussetzungen sind in der Prager Smart-City-Strategie Prosperität, Bürgerbeteiligung und sozialer Zusammenhalt als Kernziele verankert.

Arbeitskreissprecher

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Knut Höller, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, IWO e.V.

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Nicole Pillen, Stellv. Bereichsleiterin Energieeffiziente Gebäude und Leiterin Internationale Kooperationen, dena

Kontakt

Petya Hristova
Leiterin AK Urbane Infrastruktur und Energieeffizienz
Tel.: 030 206167-155
P.Hristova@bdi.eu

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