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Am Samstagabend, 18. August, wird der russische Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schloss Meseberg in Brandenburg erwartet. Es ist das zweite Treffen beider Politiker innerhalb von drei Monaten. Zuletzt hatte es zudem ein Treffen von Merkel mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Berlin sowie mehrere Begegnungen von Lawrow mit Bundesaußenminister Heiko Maas gegeben. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier traf sich in den vergangenen Monaten mehrfach mit Vertretern der russischen Regierung. Zur aktuellen Begegnung in Meseberg äußert sich der OAOEV-Vorsitzenden Wolfgang Büchele folgendermaßen:
Die neueste Ausgabe der Osteuropa Informationen widmet sich schwerpunktmäßig den Regionen Südkaukasus und Zentralasien. Wir berichten über die deutsch-georgische Wirtschaftszusammenarbeit und die wirtschaftlichen Folgen des Regierungswechsels in Armenien. Außerdem sprachen wir mit dem usbekischen Botschafter über die jüngsten Reformen in seinem Land und die aktuellen Entwicklungen in Kasachstan. In der August-Ausgabe finden Sie außerdem Berichte über die Jahresveranstaltung des OAOEV, die aktuelle Entwicklung des deutschen Osthandels sowie die jüngsten Aktivitäten des OAOEV in Südosteuropa, Russland und der Ukraine.
Am 8. August kündigte die US-Administration neue Sanktionen gegen Russland in Zusammenhang mit dem im März erfolgten Giftanschlag auf den Ex-Geheimdienstagenten Sergej Skripal an. Die Sanktionen sollen am 22. August in Kraft treten. Gleichzeitig werden im US-Kongress auch mit Bezug auf mögliche Einmischungen Russlands in US-Wahlen neue Sanktionen vorbereitet. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des OAOEV, nimmt dazu wie folgt Stellung:
Der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft stellt seine Arbeit auf eine noch breitere Basis: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder des OAOEV am 7. August in Berlin für die Aufnahme des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) als Trägerverein ausgesprochen. Die dazu notwendige Satzungsänderung wurde einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
Der deutsche Handel mit der Region Osteuropa wächst weiterhin überdurchschnittlich: Nach einem Exportplus von über zehn Prozent im Jahr 2017 legte im ersten Jahresdrittel 2018 der deutsche Export in die 29 Partnerländer des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) um rund sechs Prozent zu und wuchs damit erneut kräftiger als der gesamte deutsche Export (+4,4 Prozent). Auch die Importe legten mit knapp sieben Prozent überdurchschnittlich zu. Besonders stark war erneut die Nachfrage nach deutschen Gütern aus Südosteuropa und den mittelosteuropäischen EU-Ländern. Schwächer entwickelte sich hingegen das Russlandgeschäft.

Mit der Verschmelzung von Ost-Ausschuss und Osteuropaverein erscheinen die Ost-Ausschuss Informationen unter dem neuen Titel Osteuropa Informationen. In der ersten Ausgabe stellen wir den neuen Verband im Überblick vor. Schwerpunkt der Ausgabe ist das 15-jährige Jubiläum des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans. Wir berichten über die Geschichte des Programms und lassen Alumni und Unternehmen zu Wort kommen.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Russische Industrie- und Unternehmerverband (RSPP) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer in Moskau nehmen in einer gemeinsamen Erklärung zu den US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland und möglichen russischen Gegensanktionen Stellung.

Am heutigen Montag reist eine große Ost-Ausschuss-Delegation zu hochrangigen Gesprächen nach Usbekistan und Kasachstan. Geleitet wird die Delegation durch den Sprecher des Länderkreises Zentralasien im Ost-Ausschuss Manfred Grundke (Knauf Gips KG) und Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms. Mit rund 70 Teilnehmern verschiedener Branchen erreicht die Delegation eine rekordverdächtige Größenordnung. Eine Ursache dafür sind die starken Reformanstrengungen Usbekistans.

Trotz der weiterhin schwierigen politischen Rahmenbedingungen und der EU- und neuen US-Sanktionen sind die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen wieder im Aufwind. Dies zeigt auch die 15. gemeinsame Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), die wir in dieser Ausgabe der Ost-Ausschuss-Informationen (OAI) ausführlich vorstellen. Wachsende Bedeutung in der bilateralen Zusammenarbeit gewinnt dabei das Thema Digitalisierung in all seinen Facetten von Digital Enterprise über Smart Manufacturing bis hin zu Blockchain-Technologien und Industrie 4.0.

Zu der am Sonntag, dem 18. März, in Russland stattfindenden Präsidentschaftswahl äußert sich der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele wie folgt: "Die meisten russischen Wähler können sich derzeit politisch keine Alternative zu Wladimir Putin vorstellen. Gleichzeitig wünscht man sich von ihm aber einen wirtschaftlichen Neuanfang. Die Entwicklung in den vergangenen sechs Jahren war ernüchternd, die Nettoeinkommen gingen zurück. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs seit 2012 nur um fünf Prozent, das erreichen andere Schwellenländer in nur einem Jahr. Tatsächlich hat sich der wirtschaftliche Abstand zu China und der EU zuletzt stetig vergrößert."

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