Skip to main content

Rumänien

RumänienStand: Juni 2019

Die rumänische Wirtschaft hat in den letzten Jahren mit hohen Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht, auch wenn das Land beim Po-Kopf-Einkommen in der EU immer noch auf den hinteren Rängen zu finden ist. Im ersten Halbjahr 2019 hatte Rumänien erstmals für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft inne.

 

Wirtschaftsentwicklung

Im Jahr 2017 war die rumänische Wirtschaft noch um über sieben Prozent gewachsen. Der Höhepunkt des Konjunkturzyklus scheint allerdings überschritten. 2018 ging das Wachstum nach Einschätzung der EBRD auf immer noch ansehnliche 4,1 Prozent zurück. Die wichtigste Konjunktursäule ist vor dem Hintergrund des engen Arbeitsmarkts und steigender Löhne der private Verbrauch, auch wenn das Auslaufen fiskalischer Entlastungseffekte und die höhere Inflation als Bremsen wirkten. Auch die Investitionsnachfrage gab spürbar nach. Die Abschwächung der Auslandsnachfrage und die reale Aufwertung des Leu machten sich zudem in schwächeren Exporten bemerkbar. Die EBRD geht für 2019 von einer weiteren Wachstumsabschwächung auf 3,2 Prozent aus. Ein grundlegendes Problem bleibt die Infrastruktur, die nur unzureichend ausgebaut ist und als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung gilt. Sorgen bereitet außerdem der anhaltende Fachkräftemangel. Die Arbeitslosenquote Rumäniens lag laut dem Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) 2018 bei 4,2 Prozent.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Das südosteuropäische Land liegt unter den Handelspartnern Deutschlands auf Platz 19 und unter den 29 OAOEV-Ländern auf Platz fünf. Das Volumen des bilateralen Handels mit Deutschland erreichte 2018 einen Wert von 32,2 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent. Die deutschen Importe rumänischer Waren legten um 6,8 Prozent auf fast 16 Milliarden Euro zu. Die deutschen Exporte erhöhten sich um 7,3 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Deutschland blieb damit wichtigstes Lieferland Rumäniens und gehört nach den Niederlanden und Österreich außerdem zu den größten Investoren in Rumänien.

Aktivitäten des OAOEV

Zehn Jahre EU-Mitgliedschaft und die Unterzeichnung des Deutsch-Rumänischen Freundschaftsvertrages waren Anlass für die Besuche von zwei Delegationen des OAOEV in Rumänien im Jahr 2017.

Quellen: EBRD, EU, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Bukarest
Bevölkerung: 19,6 Mio.
Fläche: 238.391km²
Präsident: Klaus Johannis
Ministerpräsidentin: Viorica Dancila

Nominales BIP: 202,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 10.362 Euro
BIP-Wachstum: 4,1%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,2%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 15,9 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 16,2 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 20
Deutsche Einfuhr: Platz 17

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Rumänische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (DRAHK)

Investitionsagentur

Diese Seite teilen: