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Turkmenistan

TurkmenistanStand: Juni 2019

Dank seiner Rohstoffe – vor allem Erdgas und Öl - gehört der zentralasiatische Wüstenstaat zu den am schnellsten wachsenden Ländern der ehemaligen Sowjetunion und weist inzwischen ein vergleichsweise hohes Pro-Kopf-Einkommen aus. Offizielle Wirtschaftsdaten aus dem Land sind allerdings mit erheblichen Unsicherheiten belegt.

 

Wirtschaftliche Entwicklung

Laut der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) ist die Wirtschaft Turkmenistans 2018 um 6,2 Prozent gewachsen. Doch Devisen sind rar und der Turkmenische Manat (TMM) steht gegenüber ausländischen Währungen wie dem US-Dollar oder Euro stark unter Druck. Die Zentralbank hält den Wechselkurs seit Januar 2015 künstlich auf einem festen Niveau von 3,50 TMM pro US-Dollar. Mithilfe staatlicher Fördermaßnahmen erreichte die Industrieproduktion außerhalb der Gas- und Kohlenwasserstoffproduktion ein Wachstum von 5,5 Prozent. Chancen für ausländische Investoren ergeben sich durch den Ausbau der industriellen und Verkehrsinfrastruktur. Die Rahmenbedingungen für Investoren entsprechen aber noch immer nicht dem internationalen Niveau.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Die deutschen Ausfuhren nach Turkmenistan verzeichneten 2018 einen Rückgang von rund 60 Prozent auf insgesamt gut 147 Millionen Euro. Aus Deutschland werden in erster Linie Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile sowie chemische Erzeugnisse nach Turkmenistan geliefert. Im Gegenzug bezieht Deutschland vor allem Erdgas, Erdöl, Textilien und Bekleidung sowie andere Rohstoffe aus dem zentralasiatischen Land. Die deutschen Importe beliefen sich 2018 auf rund 2,4 Millionen Euro. Das war gegenüber 2017 ein Rückgang um 58 Prozent. Die Schwankungen beim deutschen Außenhandel mit Turkmenistan sind enorm und hängen zum einen mit schwankenden Rohstoffpreisen, zum anderen mit einzelnen Liefervereinbarungen zusammen.

Aktivitäten des OAOEV

Vom 10. bis 13. April 2018 stand Turkmenistan im Fokus eines Arbeitsbesuch des OAOEV-Geschäftsführers Michael Harms. Am 30. April folgte dann die Sitzung der Deutsch-Turkmenischen Regierungsarbeitsgruppe in Berlin. In Aschghabad traf OAOEV-Geschäftsführer Harms unter anderem mit Vizepremierminister und Außenminister Rashid Meredov zusammen.

Quellen: ADB, EBRD, gtai, IWF, Statistisches Bundesamt, UNCTAD

Statistik 2018

Hauptstadt: Aschgabat
Bevölkerung: 5,8 Mio.
Fläche: 488.100 km²
Präsident und Vorsitzender des Ministerrates:
Gurbanguly Berdymuhammedow

Nominales BIP: 36,3 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 2.974 Euro
BIP-Wachstum: 6,2%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 6,3%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 2,5 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 147,5 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 110
Deutsche Einfuhr: Platz 168

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu
 

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