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Ukraine

UkraineStand: Juni 2019

2018 erreichte die Ukraine solide Wachstumszahlen. Wichtige Reformen wurden angestoßen und in Folge dessen weitere IWF-Kredittranchen ausbezahlt. Das Jahr 2019 steht im Zeichen der Doppelwahlen von Präsident und Parlament.

 

 

Wirtschaftsentwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg laut der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) 2018 um 3,3 Prozent, vor allem getrieben vom privaten Konsum und von den Investitionen. Für das Jahr 2019 werden 2,5 Prozent prognostiziert. Das reale BIP-Wachstum wurde 2018 vor allem durch das global stabile Umfeld mit hohem Wachstum, insbesondere in der EU, die stabilen Rohstoffpreise, starke Entwicklungen in den Bereichen Agrarwirtschaft, Bau und Einzelhandel, sowie inländische Investitionen in Sachanlagen und den prosperierenden Wohnungsbau angetrieben. Die Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen zogen im zweiten Jahr in Folge an, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge geschrumpft waren. Der Anteil der Agrarexporte stieg dabei auf über 40 Prozent. Risiken für die Wachstumsaussichten sind große Rückzahlungen von Fremdwährungsschulden durch den öffentlichen Sektor, die zwischen 2018 und 2020 anstehen. Zudem ist die Fortsetzung des IWF-Programms weiter abhängig von der Umsetzung wichtiger Reformschritte. Gute Ergebnisse konnte Kiew bereits im Banken- und Energiesektor und in der Haushaltspolitik erreichen. Dagegen stehen Reformen im Justizwesen, beim Zoll und in der Steuerverwaltung noch am Anfang.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Mit der wirtschaftlichen Erholung zog der Handelsumsatz zwischen Deutschland und der Ukraine im vergangenen Jahr weiter an und erreichte 7,2 Milliarden Euro. Damit ist der Wert des Jahres 2013 wieder überschritten. Deutschland exportierte Waren im Wert von 4,5 Milliarden Euro in das Land. Die Importe aus der Ukraine kletterten auf 2,6 Milliarden Euro. Deutschland liefert überwiegend chemische Erzeugnisse, Maschinen sowie Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile. Aus der Ukraine kommen hauptsächlich Kfz-Teile, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Metalle, Bekleidung sowie Nahrungs- und Futtermittel.

Aktivitäten des OAOEV

Anlässlich des Wirtschaftsforums "Ukraine-Bayern" in München im Januar 2018 organisierten die Deutsch-Ukrainische AHK, die Industrie- und Handelskammer München und der OAOEV ein Treffen des Vize-Premierministers und Wirtschaftsministers Stephan Kubiv und seiner Delegation mit Unternehmensvertrern, bei dem konkrete Projekte und aktuelle Probleme der Unternehmen diskutiert wurden. Für Ende November ist das 3. Ukrainische Wirtschaftsforum in Berlin geplant, dass einem großen Kreis deuscher Unternehmen Informationen über die aktuellen Rahmenbedingungen und Kooperationsmöglichkeiten bieten soll.

In einer gemeinsamen Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führte der OAOEV von 2015 bis 2018 ein Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Ukraine durch.

Quellen: OWC, IWF, gtai, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Kiew
Bevölkerung: 45,6 Mio.
Fläche:  603.700 km²
Präsident: Petro Poroschenko
Ministerpräsident: Wolodymir Grojsman

Nominales BIP: 107,1 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 2.512 Euro
BIP-Wachstum: 3,3%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 2,5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 2,6 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 4,5 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 43
Deutsche Einfuhr: Platz 45

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Stefan Kägebein
Regionaldirektor Osteuropa
Tel.: 030 206167-113
S.Kaegebein@bdi.eu

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