Skip to main content

Kirgisistan

KirgisistanStand: Januar 2020

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kirgisistan bleibt weiterhin durch die Entwicklungspolitik geprägt, das Engagement deutscher Unternehmen ist überschaubar. Kirgisistan ist seit 2015 Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion, der außerdem Russland, Belarus, Kasachstan und Armenien angehören.

 


Wirtschaftsentwicklung

Kirgisistans Wirtschaft ist 2018 um 3,5 Prozent gewachsen. Dazu trug der Rückgang der Goldproduktion in der Kumtor-Mine maßgeblich bei, die etwa ein Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht. Rückläufige Goldexporte und steigende Importe, nicht zuletzt aufgrund der realen Aufwertung der Währung gegenüber russischem Rubel und kasachischem Tenge, sorgten für ein größeres Defizit im Außenhandel. Die Rücküberweisungen von Arbeitsmigranten – bei Weitem die wichtigste Devisenquelle für Kirgisistan – stiegen weiter und kurbelten den privaten Konsum an. Die EBRD erwartet für 2019 dank der Geldtransfers aus dem Ausland, der wieder zunehmenden Goldförderung und höherer Exporte eine Wachstumsbeschleunigung auf 4,3 Prozent.

Die kirgisische Wirtschaft bleibt sehr stark von der Goldproduktion und den Auslandsüberweisungen abhängig und muss dringend diversifiziert werden. Eine große Herausforderung bleibt auch die Anpassung der Wirtschaft an die Standards der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und den gestiegenen Wettbewerbsdruck. Bisher sind die Wachstumsimpulse ausgeblieben, die sich Kirgisistan mit dem Beitritt zur Wirtschaftsunion erhofft hatte. Allerdings profitieren kirgisische Arbeitsmigranten von den verbesserten Arbeitsmöglichkeiten in den Ländern der EAWU.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Deutschland spielt als Handelspartner für Kirgisistan weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Die deutschen Ausfuhren gingen 2019 um 5,5 Prozent auf knapp 56 Millionen Euro zurück. Deutschland lieferte hauptsächlich Maschinen, Arzneimittel und Elektrotechnik nach Kirgisistan. Die deutschen Einfuhren aus Kirgisistan hingegen stiegen um 18,7 Prozent, auch wenn sie gerade einmal 16 Millionen Euro betrugen. Deutschland bezog aus Kirgisistan Gold für nichtmonetäre Zwecke, Nahrungsmittel und Textilien.

Aktivitäten des OAOEV

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzte der Ost-Ausschuss von 2012 bis 2018 ein Projekt zur Rohstoffkooperation mit Zentralasien um.

Quellen: EBRD, GTAI, Stat. Bundesamt

Statistik 2019*

Hauptstadt: Bischkek
Bevölkerung: 6,3 Mio.
Präsident: Sooronbai Dscheenbekow
Ministerpräsident: Muchammedkaly Abylgasijew

Nominales BIP: 7,6 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 1.161 Euro
BIP-Wachstum: 3,5%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 4,3%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 16,2 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 56,5 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 144
Deutsche Einfuhr: Platz 142

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu


Links

 
 

Diese Seite teilen: