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Kosovo

KosovoStand: April 2019

Wie für alle anderen Staaten des Westlichen Balkans besteht auch für den Kosovo die Perspektive eines Beitritts zur Europäischen Union. Im Oktober 2015 wurde ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) zwischen der EU und dem Kosovo unterzeichnet. Es trat im April 2016 in Kraft.

 

Wirtschaftliche Entwicklung

Das BIP-Wachstum erreichte im Kosovo 2018 dank steigender Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und höherer Netto-Exporte vier Prozent. Positiv war die Entwicklung auch beim öffentlichen und privaten Verbrauch. Dabei geht die anhaltend robuste Konsumneigung der Bevölkerung zu einem guten Stück auf Geldtransfers von im Ausland lebenden Kosovaren zurück. 2019 dürfte die Wirtschaft dank das günstigen externen Umfelds, das zu steigenden Geldüberweisungen und Exporten führen sollte, sowie höheren Investitionen insbesondere in die öffentliche Infrastruktur erneut um vier Prozent wachsen.

Nach wie vor ist die Wirtschaft stark von externen Faktoren wie den Geldtransfers und auslandsfinanzierten Investitionen abhängig. Die Investitionen werden vor allem von internationalen Geber im Rahmen bi- und multilateraler Vereinbarungen finanziert. Besonders wichtig bleibt es, neue Arbeitsplätze zu schaffen, um die beträchtliche Arbeitslosigkeit von bis zu 30 Prozent einzudämmen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der Außenhandel Deutschlands mit dem Kosovo bewegt sich auf ausgesprochen niedrigem Niveau. Doch sind die deutschen Ausfuhren 2018 um 19 Prozent auf fast 228 Millionen Euro gestiegen. Geliefert werden an erster Stelle Maschinen, chemische Erzeugnisse sowie Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile. Die Importe aus dem Kosovo zogen 2018 gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Prozent auf gut 26 Millionen Euro an. Deutschland importiert vor allem Textilien, Rohstoffe und Maschinen. Bei den Hauptlieferländern belegt Deutschland hinter Serbien und vor der Türkei sowie China den zweiten Rang.

Aktivitäten des OAOEV

Der OAOEV reiste im Oktober/November 2018 mit einer Delegation nach Prizren und Pristina, um sich vor Ort über das Projekt zur Implementierung eines Trainings- und Innovationsparkes auf dem bis zum 1. Januar 2019 von der KFOR genutzten Gelände in Prizren zu informieren.

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus dem Kosovo die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Präsident: Hashim Thaci
Ministerpräsident: Ramush Haradinaj
Hauptstadt: Prishtina
Bevölkerung: 1,9 Mio.

Nominales BIP: 6,7 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 3.559 Euro
BIP-Wachstum: 4,0%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 4,0%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 26,1 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 227,5 Mio. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Kosovarische Botschaft

Deutsche Botschaft

Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Kosovo (Mazedonien)

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