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Kroatien

KroatienStand: April 2019

Kroatien wurde im Juli 2013 im Zuge der siebten Erweiterung das jüngste Mitgliedsland der Europäischen Union. Die kroatische Wirtschaft setzt ihre Erholung von einer der längsten und tiefsten Rezessionen innerhalb der EU weiter fort.

 

Wirtschaftsentwicklung

Die kroatische Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs, allerdings mit gedrosseltem Tempo. Laut der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wuchs die Wirtschaft 2018 um 2,7 Prozent, eine leichte Abschwächung gegenüber dem Vorjahr mit einem Wachstum von 2,9 Prozent. Angetrieben wurde die Konjunkturerholung durch eine starke Tourismussaison und die kräftige Binnennachfrage. Die Netto-Exporte wirkten aufgrund des starken Importanstiegs dagegen als Bremsfaktoren. Die kroatische Wirtschaft wird 2019 und 2020 auf Expansionskurs bleiben. Die EBRD rechnet allerdings damit, dass sich das Wirtschaftswachstum weiter abschwächen wird und erwartet für 2019 ein BIP-Wachstum von 2,5 Prozent. Wichtige Wachstumsfaktoren sind der private Verbrauch, der von steigenden Haushaltseinkommen, höheren Löhnen und sinkender Arbeitslosigkeit profitiert, der Tourismus und die bessere Nutzung von EU-Fördermitteln. Abwärtsrisiken sind die finanziellen Probleme des Handels- und Industrieriesen Agrokor, die Schwierigkeiten im Schiffbau und die Arbeitskräfteknappheit in wichtigen Branchen.

Dienstleistungen haben einen Anteil von fast 60 Prozent am BIP des Mittelmeerlandes. Ein wichtiger Sektor ist dabei der Tourismus. Der Bau eines Flüssiggas-Terminals in der Nord-Adria sowie der Ausbau des Erdgasleitungsnetzes und dessen Anbindung an die Trans-Adria-Gaspipeline (TAP) könnten Kroatien zum regionalen Knotenpunkt für die Erdgasversorgung machen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Im vergangenen Jahr konnte der deutsch-kroatische Handel weitere Zuwächse verzeichnen. Am stärksten zogen die deutschen Ausfuhren an: um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,6 Milliarden Euro. Die Einfuhren aus Kroatien stiegen um 7,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. 2018 lag der Handelsumsatz damit bei 5,3 Milliarden Euro – ein Plus von 9,2 Prozent. Wichtigste deutsche Exportgüter sind Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, Nahrungsmittel und Futtermittel, chemische Erzeugnisse. Die wichtigsten deutschen Importgüter aus Kroatien sind elektrische Ausrüstungen, Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile.

Aktivitäten des OAOEV

Im November 2018 kamen die kroatische und deutsche Seite zu einem Treffen der bilateralen Task Force zusammen, die auf deutscher Seite gemeinsam von OAOEV, Bundeswirtschaftsministerium und AHK Kroatien getragen wird.

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus Kroatien die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Präsidentin: Kolinda Grabar-Kitarović
Ministerpräsident: Andrej Plenkovic
Hauptstadt: Zagreb
Bevölkerung: 4,1 Mio.

Nominales BIP: 51,3 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 12.464 Euro
BIP-Wachstum: 2,7%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 2,5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 1,7 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 3,6 Mrd. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Kroatische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer

Investitionsagentur

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