Skip to main content

Kroatien

KroatienStand: Juni 2019

Kroatien wurde im Juli 2013 im Zuge der siebten Erweiterung das jüngste Mitgliedsland der Europäischen Union. Im Mai 2018 verabschiedete Kroatien eine Strategie zur geplanten Einführung des Euro.

 

 

Wirtschaftsentwicklung

Die kroatische Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs, allerdings mit gedrosseltem Tempo. Zentrale Wachstumsfaktoren bleiben der private Konsum, der von steigendem Haushaltseinkommen und sinkender Arbeitslosigkeit profitiert, die starke Tourismusbranche und die bessere Nutzung von EU-Fördermitteln. Die EBRD prognostiziert eine weitere Entschleunigung des BIP-Wachstums von 2,6 Prozent 2018 auf 2,5 Prozent 2019. Für eine anhaltende Stärkung der Wirtschaft besteht weiterhin Reformbedarf, primär im Bereich der Privatisierung und im Bildungssystem, um dem Arbeitskräftemangel langfristig entgegenzuwirken. Laut dem Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) lag die Arbeitslosenquote 2018 bei knapp neun Prozent. Zugleich hat das Land weiterhin mit den Auswirkungen der Beinahe-Insolvenz des Handels- und Industrieriesens Agrokor zu kämpfen, die nur durch massives Eingreifen der kroatischen Regierung abgewendet werden konnte. Dienstleistungen haben einen Anteil von fast 60 Prozent am BIP des Mittelmeerlandes, allein der Tourismus trägt ein Fünftel bei. Daher verzeichnet Kroatien insbesondere Investitionen in Finanzwesen, Telekommunikation und Immobilienwirtschaft. Der Bau eines Flüssiggas-Terminals in der Nord-Adria sowie der Ausbau des Erdgasleitungsnetzes und dessen Anbindung an die Trans-Adria-Gaspipeline (TAP) könnten Kroatien zum regionalen Knotenpunkt für die Erdgasversorgung machen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Im Jahr 2018 konnte der deutsch-kroatische Handel weitere Zuwächse verzeichnen. Am stärksten zogen die deutschen Ausfuhren an, nämlich um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,6 Milliarden Euro. Die Einfuhren aus Kroatien stiegen um 7,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. 2018 lag der Handelsumsatz damit bei 5,3 Milliarden Euro – ein Plus von 9,2 Prozent. Wichtigste deutsche Exportgüter sind Autos und Autoteile, Maschinen, Nahrungs- und Futtermittel sowie chemische Erzeugnisse. Die wichtigsten deutschen Importgüter aus Kroatien sind elektrische Ausrüstungen, Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile.

Aktivitäten des OAOEV

Im November 2018 kamen die kroatische und deutsche Seite zu einem Treffen der bilateralen Task Force zusammen, die auf deutscher Seite gemeinsam von OAOEV, Bundeswirtschaftsministerium und AHK Kroatien getragen wird.

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus Kroatien die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Zagreb
Bevölkerung: 4,1 Mio.
Fläche: 56.594 km²
Präsidentin: Kolinda Grabar-Kitarović
Ministerpräsident: Andrej Plenkovic

Nominales BIP: 51,3 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 12.464 Euro
BIP-Wachstum: 2,6%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 2,5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 1,7 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 3,6 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 46
Deutsche Einfuhr: Platz 53

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Kroatische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer

Investitionsagentur

Diese Seite teilen: