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Osteuropa sei einer der wichtigsten Wachstumsmotoren des deutschen Außenhandels, erklärte der Vorsitzende des OAOEV, Wolfgang Büchele. Mit 6,5 Prozent sei der Handel mit Osteuropa wieder stärker gestiegen als der Handel insgesamt mit 4,2 Prozent. "In einem schwieriger werdenden außenwirtschaftlichen Umfeld kommen insbesondere aus den Ländern Mittel- und Südosteuropas wichtige Wachstumsimpulse für die deutsche Exportwirtschaft", betonte Büchele, der auf die enge Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit der Region verwies.
Der russische Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin sieht eine Renaissance in den Handelsbeziehungen zu Deutschland, die Zahlen sind aber nicht so optimistisch. In der Exportstatistik ist Russland laut dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) auf Rang 15 zurückgefallen. Die Warenausfuhr nach Russland ist vom Rekordjahr 2012 bis 2018 um zwölf Milliarden Euro gesunken.
In einem DW-Gastbeitrag fordern drei US-Botschafter die EU auf, das Nord-Stream-2-Projekt noch zu verhindern. Viele deutsche Politiker reagieren mit Unverständnis auf den US-Appell, doch es gibt auch Zustimmung. Am Rande eines Treffens mit den Regierungschefs der Visegrád-Staaten in Bratislava wies Bundeskanzlerin Angela Merkel die Warnungen vor einer zu großen Abhängigkeit von Russland zurück.

Ostexperte

„Der OAOEV-Vorsitzende Büchele betonte in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang, dass trotz gravierender Konflikte langfristig kein Weg an einer engen Partnerschaft zwischen der EU und Russland vorbeiführe. Er sagte: „Wir sind in diesem Jahrhundert, das nach Lage der Dinge kein europäisches, sondern ein asiatisches sein wird, mehr denn je aufeinander angewiesen.“

„Um die Zukunft gemeinsam zu gestalten, brauchen wir jetzt eine echte Strategie, eine neue Agenda für die europäisch-russischen Beziehungen“.

Der usbekische Präsident Shawkat Mirsijojew spach vor einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am Montag in Berlin von geplanten Milliarden-Investitionen in seinem Land. Nach Angaben des Ostausschuss - Osteuropavereins der deutschen Wirtschaft hat der Handel mit dem zentralasiatischen Land in den ersten zehn Monaten 2018 um 15,7 Prozent zugelegt. Vergangenes Jahr lag er bei mehr als 500 Millionen Euro. Beim ersten Besuch eines usbekischen Präsidenten in Deutschland seit 18 Jahren kündigte auch Merkel das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit an.
"Knapp fünf Jahre nach dem Ausbruch der Ukrainekrise im Jahr 2014 hofft die deutsche Wirtschaft auf einen Ausbau von Kontakten mit Russland auf höchster Ebene. Von der Politik wünschen sich die Firmen vor allem die Wiederbelebung jener hochrangigen Kontaktformate mit der russischen Regierung, die seit 2014 auf Eis liegen. "Sehr hilfreich wären (..) die jährlichen EU-Russland-Gipfel und die Wiederaufnahme (…) der deutsch-russischen Regierungskonsultationen", so steht es in einem Positionspapier des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, das dem SPIEGEL vorliegt.

Spiegel Online

Während die US-Sanktionen gegen Russland der US-amerikanischen Wirtschaft nutzen, gefährden sie deutsche Projekte wie die Gaspipeline Nord Stream 2, warnt Wolfgang Büchele. Im Gespräch mit Spiegel Online sprach der Vorsitzende des OAOEV über die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen, das Festhalten Deutschlands am Ausbau der Gaslieferungen aus Russland und über mögliche Ursachen und Folgen der US-Sanktionen.

OWC-Verlag für Außenwirtschaft

Der russische Rechnungskammer-Chef und Reformer Alexej Kudrin hat Russlands Regierung stark kritisiert: Sie unternehme zu wenig. Dass das Land Reformen dringend notwendig hat, zeigen auch die Ergebnisse der neuen Geschäftsklima-Umfrage, die die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer und der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft Mitte Dezember in Moskau vorstellten. Sie untermauert Kudrins Argumente und zeigt auf: Das Land muss dringend etwas tun, um erfolgreich zu wachsen.

Laut der neuesten Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) sind nur noch 41 Prozent der Geschäftsleute optimistisch bezüglich der Wirtschaftslage im kommenden Jahr gestimmt. Die schlechtere Stimmung schlägt sich auch in der rückläufigen Zahl deutscher Unternehmen in Russland nieder. Als größtes Problem haben die Geschäftsleute den Rubelkurs ausgemacht. Mehr als die Hälfte beklagt zudem sowohl die US- als auch die EU-Sanktionen und die darauf folgenden russischen Gegensanktionen als Störfaktoren. „Die Verunsicherung durch eine mögliche neue Zuspitzung der politischen Konflikte und weitere Sanktionsrunden der USA ist mit Händen zu greifen“, sagte Michael Harms, Geschäftsführer des OAOEV.

Hannoversche Allgemeine

Der kriegerische Konflikt zwischen Ukraine und Russland hat sich erneut zugespitzt. „Die Entwicklung im Asowschen Meer ist äußerst besorgniserregend. „Aus den Funken, die dort gegenwärtig durch die Luft fliegen, kann angesichts des fragilen Status quo in der Ostukraine schnell ein neuer Flächenbrand entstehen“, warnt die Geschäftsführerin von Ost-Ausschuss und Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV), Ute Kochlowski- Kadjaia.

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