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Moldau

MoldauStand: April 2019

Seit 2009 ist die Republik Moldau Teil der Östlichen Partnerschaft der EU und unterhält seit Juli 2016 ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU. Die Weltbank listet die Republik mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von etwa 2.000 Euro als das ärmste Land in Europa.

 

Wirtschaftsentwicklung

Die Republik Moldau befindet sich mit Zuwachsraten von mindestens vier Prozent im Jahr auf einem stabilen Wachstumskurs. 2018 ist die Wirtschaft nach Angaben der EBRD erneut um vier Prozent gewachsen. Wichtige Wachstumsfaktoren waren das gute außenwirtschaftliche Umfeld und die solide Binnennachfrage, die von höheren Geldtransfers aus dem Ausland und der Erholung der Investitionen angekurbelt wurde. Die Ex- und Importe legten zweistellig zu, wobei die Importe wegen der Aufwertung des Leu stärker wuchsen. Zusätzlich gewinnt Moldau das Vertrauen internationaler Förderinstitute zurück. So hat der IWF im Ende 2017 beschlossen, die Kreditvergabe wieder aufzunehmen. Ein Bankenskandal hatte Ende 2014 dazu geführt, dass der Währungsfonds sein Programm suspendiert hatte. Für 2019 geht die EBRD erneut von einem Wachstum von vier Prozent aus.

Die EU, mit der Moldau seit Juli 2016 durch ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen verbunden ist, hat sich als wichtiger Handelspartner des Landes etabliert. Der Anteil der Importe aus der EU lag 2018 bei etwa der Hälfte der Gesamtimporte, der Anteil der Exporte in die EU sogar bei fast 70 Prozent. Auch die Direktinvestitionen aus der EU sind 2017 und 2018 deutlich gestiegen. Ein möglicher Hemmschuh für künftige Investitionen ist die weiterhin sinkende Bevölkerungszahl infolge der Abwanderung. Herausforderungen bleiben zudem die Modernisierung und der Ausbau der Infrastruktur, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Strukturreformen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Die deutschen Importe aus Moldau sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr erneut kräftig um 17,1 Prozent auf 242 Millionen Euro gestiegen. Die Exporte in die Republik Moldau stiegen um 11,6 Prozent auf 403 Millionen Euro. Der bilaterale Handel erreichte damit ein Rekordvolumen von 645 Millionen Euro. 2017 war Deutschland mit einem Importanteil von 8,1 Prozent der fünftwichtigste Lieferant des Landes. Geliefert werden vor allem Kfz und Kfz-Teile, Maschinen sowie Textilien/Bekleidung. Unter den Abnehmerländern lag Deutschland 2017 auf Platz vier.

Quellen: EBRD, GET Moldau, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Staatspräsident: Igor Dodon
Ministerpräsident: Pavel Filip
Hauptstadt: Chișinău
Bevölkerung: 3,5 Mio.

Nominales BIP: 7,8 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 2.200 Euro
BIP-Wachstum: 4,0 %
BIP-Wachstum, 2019 (P): 4,0 %

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 242,1 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 402,6 Mio. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Moldauische Botschaft

Deutsche Botschaft

Investitionsagentur

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