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Montenegro

MontenegroStand: April 2019

Gemeinsam mit Serbien hat Montenegro die größten Chancen, in absehbarer Zeit in die EU aufgenommen zu werden. Wie im Fall Serbiens hat die EU-Kommission das Jahr 2025 als Datum für einen möglichen Beitritt genannt. Die Beitrittsverhandlungen wurden im Juni 2012 aufgenommen.

 

Wirtschaftsentwicklung

Das BIP erhöhte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent. Dazu trugen der private Konsum ebenso bei wie die Investitionen insbesondere im Straßenbau - hier vor allem der Bau eines Autobahnabschnitts von der Adriaküste nach Serbien, der von China finanziert und durchgeführt wird, - und im Energiesektor und Tourismus. Auch die Zahl der Touristen erhöhte sich in den ersten acht Monaten 2018 um zwölf Prozent. Die umfangreichen Importe rissen allerdings ein großes Loch in die Handelsbilanz. Die EBRD erwartet für 2019 eine Abschwächung des Wachstums auf drei Prozent infolge des notwendigen öffentlichen Sparkurses und des Abschlusses großer Bauprojekte.

Montenegro mit seinen gut 620.000 Einwohnern gehört zu den kleinsten Volkswirtschaften Europas. Das Land ist stark von internationalen Investitionen abhängig, die das Wachstum der Gesamtwirtschaft ankurbeln. Etwa ein Drittel der finanziellen Mittel stammt aus der EU, die damit der größte internationale Geldgeber des Landes ist.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der Handel mit Deutschland unterliegt starken Schwankungen, weil die Volumina vergleichsweise gering sind. Manchmal können Einzelaufträge über die Gesamtentwicklung des Außenhandels entscheiden. So sind die deutschen Exporte in das südosteuropäische Land 2018 um 17,4 Prozent auf 126 Millionen Euro gestiegen. Dabei dominieren Kraftwagen und Kraftwagenteile, Nahrungs- und Futtermittel sowie Maschinen. Die deutschen Importe aus Montenegro vergrößerten sich sogar um ein Drittel auf 18 Millionen Euro. Bei den Einfuhren sind Metalle, pharmazeutische Produkte und Holzwaren die wichtigsten Waren aus Montenegro.

Aktivitäten des OAOEV

Im März 2019 besuchte eine Unternehmensdelegation unter Leitung von OAOEV-Geschäftsführer Michael Harms Montenegro. In Gesprächen mit Premierminister Dusko Markovic und weiteren Ministern informierte sich die Delegation über die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Landes und Möglichkeiten für die Intensivierung der bilateralen Wirtschaftszusammenarbeit.

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus Montenegro die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemein-same Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, Weltbank, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Präsident: Milo Đukanović
Premierminister: Duško Marković
Hauptstadt: Podgorica
Bevölkerung: 0,6 Mio.

Nominales BIP: 4,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 7.177 Euro
BIP-Wachstum: 4,2 %
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,0 %

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 17,9 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 126,1 Mio. Euro

Quellen: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Deutsche Botschaft

Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer (AHK Serbien)

Investitionsagentur

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