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Montenegro

MontenegroStand: Juni 2019

Montenegro gehört zu den kleinsten Volkswirtschaften Europas. Bereits im Juni 2012 hat die Europäische Union Beitrittsverhandlungen mit Montenegro aufgenommen. Von insgesamt 33 zu verhandelnden Kapiteln sind 32 Kapitel aktuell eröffnet, von denen drei Kapitel bereits vorläufig abgeschlossen wurden.

 

Wirtschaftsentwicklung

Das BIP erhöhte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent. Dazu trugen der private Konsum ebenso bei wie die Investitionen insbesondere im Straßenbau - hier vor allem der Bau eines Autobahnabschnitts von der Adriaküste nach Serbien, der von China finanziert und durchgeführt wird, - sowie im Energiesektor und Tourismus. Die umfangreichen Importe rissen allerdings ein Loch in die Handelsbilanz. Die EBRD erwartet für 2019 eine Abschwächung des Wachstums auf 2,8 Prozent infolge des notwendigen öffentlichen Sparkurses und des Abschlusses großer Bauprojekte. Sorgen bereitet zudem die Abwanderung von Fachkräften, auch wenn die Arbeitslosenquote 2018 immer noch bei knapp 15 Prozent lag. Das Land ist stark von internationalen Investitionen abhängig, die das Wachstum der Gesamtwirtschaft ankurbeln. Etwa ein Drittel der finanziellen Mittel stammt aus der EU, die damit der größte internationale Geldgeber des Landes ist.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der Handel mit Deutschland unterliegt starken Schwankungen, weil die Volumina vergleichsweise gering sind. Vor diesem Hintergrund können Einzelaufträge über die Gesamtentwicklung des Außenhandels entscheiden. So sind die deutschen Exporte in das südosteuropäische Land 2018 um 17,4 Prozent auf 126 Millionen Euro gestiegen. Dabei dominieren Kraftwagen und Kraftwagenteile, Nahrungs- und Futtermittel sowie Maschinen. Die deutschen Importe aus Montenegro vergrößerten sich sogar um ein Drittel auf 18 Millionen Euro. Bei den Einfuhren sind Metalle, pharmazeutische Produkte und Holzwaren die wichtigsten Waren aus Montenegro.

Aktivitäten des OAOEV

Im März 2019 besuchte eine Unternehmensdelegation unter Leitung von OAOEV-Geschäftsführer Michael Harms Montenegro. In Gesprächen mit Premierminister Dusko Markovic und weiteren Ministern informierte sich die Delegation über die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Landes und Möglichkeiten für die Intensivierung der bilateralen Wirtschaftszusammenarbeit.

Mit dem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan bietet der OAOEV jungen Nachwuchskräften aus Montenegro die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in deutschen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Das Programm ist eine gemein-same Initiative mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quellen: EBRD, Weltbank, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Hauptstadt: Podgorica
Bevölkerung: 0,6 Mio.
Fläche: 13.812 km²
Präsident: Milo Đukanović
Premierminister: Duško Marković

Nominales BIP: 4,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 7.177 Euro
BIP-Wachstum: 4,9%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 2,8%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 17,9 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 126,1 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 116
Deutsche Einfuhr: Platz 141

Quellen: EBRD, GTAI

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Deutsche Botschaft

Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer (AHK Serbien)

Investitionsagentur

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