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Estland

EstlandStand: Oktober 2018

Weltweit bekannt wurde Estland durch die umfassende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Esten können von zu Hause aus beispielsweise Behördengänge und Bankbesuche regeln. Das Land konnte sich damit global als erfolgreicher Vorreiter etablieren und genießt im Ausland ein hohes Ansehen. Gelegentlich wird Estland als „Silicon Valley des Nordens“ bezeichnet. 

Wirtschaftliche Entwicklung

Die estnische Wirtschaft verzeichnete 2017 ein stattliches Plus von 4,9 Prozent. Ein wichtiger Wachstumsmotor war der Binnenkonsum, der um 4,2 Prozent zulegte. Darüber hinaus sorgten die verstärkten Investitionen der Unternehmen für Wachstumsimpulse. Diese kletterten um 13,1 Prozent, nachdem sie in den drei Jahren zuvor rückläufig gewesen waren. Am stärksten stiegen die Ausgaben für Maschinen, Transportmittel und und ITK-Ausrüstungen. Diese positive Entwicklung dürfte sich auch 2018 fortsetzen, insbesondere dank des privaten Konsums. So hat die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) im Mai den Wachstumsausblick für 2018 auf 3,8 Prozent heraufgesetzt. Nach Einschätzung der EBRD wird Estland damit der am schnellsten wachsende Markt im Baltikum sein.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Deutschland ist für Estland einer der wichtigsten Geschäftspartner. Die deutschen Importe aus dem baltischen Land sind in den vergangenen zwei Jahren stetig gestiegen, 2017 um zwölf Prozent auf 715 Millionen Euro. Die Exporte legten 2017 um sechs Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Die bedeutende Rolle, die Deutschland für die Wirtschaft Estlands spielt, zeigt sich in vielen Bereichen. Deutschland liegt als Lieferant unter den Top Drei und wird auch als Exportmarkt immer wichtiger. Derzeit sind über 200 deutsche Tochterunternehmen in Estland aktiv, die aus unterschiedlichsten Bereichen kommen, wobei die Felder Dienstleistung und Fertigung dominieren.

Aktivitäten des OAOEV

Der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) setzt sich für die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Verflechtung als stabilisierendes und tragfähiges Element der deutsch-estnischen Beziehungen ein. Zu den Verbandsaktivitäten gehören unter anderem die Sitzungen des Länderkreises Mittelosteuropa sowie der Branchenarbeitskreise, die sich auch mit Estland beschäftigten.

Quellen: EBRD, EU, GTAI, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2017

Staatspräsidentin: Kersti Kaljulaid
Ministerpräsident: Jüri Ratas
Hauptstadt: Tallinn
Bevölkerung: 1,3 Mio

Nominales BIP: 22,2 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 2017: 17.881 Euro
BIP-Wachstum: 4,9%
BIP-Wachstum, 2018(P): 3,8%

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus EST: 1,8 Mrd. Euro
Exporte nach EST: 0,7 Mrd. Euro

Quellen: EBRD, GTAI, Stat. Bundesamt

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@bdi.eu

Links

Estnische Botschaft

Deutsche Botschaft

AHK Baltikum

Investitionsagentur

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