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Tschechien

Stand: Januar 2020

Tschechien ist nach Polen die größte Volkswirtschaft in Mittelosteuropa. In der EU kommt das Land als Nummer eins in Mittelosteuropa dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt mit 88 Prozent am nächsten. Das Erreichen der EU-Wirtschaftskraft (in Kaufkraftparität) ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Wirtschaftsentwicklung

Die EU-Kommission prognostiziert Tschechien für das Jahr 2019 ein robustes Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent, etwas weniger als 2018. Die starken Werte von über vier Prozent aus der Zeit der Hochkonjunktur 2017 können damit zwar nicht mehr erreicht werden, das tschechische Wachstum liegt aber weiterhin deutlich über dem der EU von 1,4 Prozent. Ein starker Privatkonsum und Investitionen in Automatisierungsprozesse kurbeln die Wirtschaft an. Tschechien verfügt mit weniger als drei Prozent über die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU. Der Fachkräftemangel und stark steigende Löhne dämpfen allerdings die Aussichten für die kommenden Jahre etwas.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Deutschland ist der wichtigste Außenhandelspartner der Tschechischen Republik. Das Land schaffte es 2018 mit Platz zehn in die Top Ten der deutschen Handelspartner. Der deutsch-tschechische Außenhandel erreichte 2018 ein Volumen von fast 92 Milliarden Euro, wobei Deutschland mehr importiert (ca. 47 Milliarden Euro) als es exportiert (ca. 44 Milliarden Euro). Damit gehört Tschechien zu den wenigen Ländern, die im Handel mit Deutschland eine positive Handelsbilanz vorweisen können. Gegenüber dem Vorjahr legte der gegenseitige Warenaustausch im Jahr 2018 um 5,5 Prozent zu. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als sich der deutsch-tschechische Außenhandel im Jahr 1993 erst auf etwa 7,2 Milliarden Euro belaufen hatte.

 

Statistik 2018

Hauptstadt: Prag
Bevölkerung: 10,6 Mio.
Fläche: 78.867 km²
Präsident: Miloš Zeman
Ministerpräsident: Andrej Babiš

Nominales BIP: 207,8 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 19.552 Euro
BIP-Wachstum: 3,0%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 2,5%

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2018:
Deutsche Ausfuhr: Platz 11
Deutsche Einfuhr: Platz 7

Quellen: EU-Kommission, GTAI

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@bdi.eu
 

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