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Pressemitteilungen

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Russische Industrie- und Unternehmerverband (RSPP) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer in Moskau nehmen in einer gemeinsamen Erklärung zu den US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland und möglichen russischen Gegensanktionen Stellung.

Am heutigen Montag reist eine große Ost-Ausschuss-Delegation zu hochrangigen Gesprächen nach Usbekistan und Kasachstan. Geleitet wird die Delegation durch den Sprecher des Länderkreises Zentralasien im Ost-Ausschuss Manfred Grundke (Knauf Gips KG) und Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms. Mit rund 70 Teilnehmern verschiedener Branchen erreicht die Delegation eine rekordverdächtige Größenordnung. Eine Ursache dafür sind die starken Reformanstrengungen Usbekistans.

Trotz der weiterhin schwierigen politischen Rahmenbedingungen und der EU- und neuen US-Sanktionen sind die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen wieder im Aufwind. Dies zeigt auch die 15. gemeinsame Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), die wir in dieser Ausgabe der Ost-Ausschuss-Informationen (OAI) ausführlich vorstellen. Wachsende Bedeutung in der bilateralen Zusammenarbeit gewinnt dabei das Thema Digitalisierung in all seinen Facetten von Digital Enterprise über Smart Manufacturing bis hin zu Blockchain-Technologien und Industrie 4.0.

Zu der am Sonntag, dem 18. März, in Russland stattfindenden Präsidentschaftswahl äußert sich der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele wie folgt: "Die meisten russischen Wähler können sich derzeit politisch keine Alternative zu Wladimir Putin vorstellen. Gleichzeitig wünscht man sich von ihm aber einen wirtschaftlichen Neuanfang. Die Entwicklung in den vergangenen sechs Jahren war ernüchternd, die Nettoeinkommen gingen zurück. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs seit 2012 nur um fünf Prozent, das erreichen andere Schwellenländer in nur einem Jahr. Tatsächlich hat sich der wirtschaftliche Abstand zu China und der EU zuletzt stetig vergrößert."

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft erinnert an den serbischen Reformer, Freund Deutschlands und großen Europäer Zoran Djindjic: „Mit Zoran Djindjic begann in den 1990er Jahren der demokratische Aufbruch und die wirtschaftliche Modernisierung Serbiens. Er war ein enger Partner des Ost-Ausschusses und seine Ermordung vor 15 Jahren war ein riesiger Verlust, nicht nur für Serbien, sondern auch für Europa“, erklärt der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Wolfgang Büchele anlässlich des 15. Todestags des früheren serbischen Ministerpräsidenten. Zoran Djindjic wurde am 12. März 2003 in Belgrad durch einen Scharfschützen hinterrücks ermordet.

Die russische Wirtschaft ist im Jahr 2017 erstmals nach zwei Jahren wieder gewachsen. Davon profitieren die deutschen Unternehmen im Russland-Geschäft. Das unternehmerische Umfeld und die Geschäftslage der Unternehmen haben sich weiter verbessert. Dies ist ein Ergebnis der 15. gemeinsamen Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), die der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele, DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier und der Vorstandsvorsitzende der AHK Matthias Schepp heute in Berlin vorstellten. An der Umfrage haben sich 141 deutsche Unternehmen beteiligt, die in Russland fast 76.000 Mitarbeiter beschäftigen und über elf Milliarden Euro umsetzen.

Am 29. Januar veröffentlichte das US-Schatzamt eine Liste mit 210 Personen, darunter alle führenden Mitglieder der russischen Regierung und Besitzer großer russischer Unternehmen. Die Liste war im Rahmen der im Sommer 2017 vom US-Kongress verabschiedeten Sanktionsgesetze gegen Russland, den Iran und Nord-Korea angefordert worden, ist aber nicht mit bereits existierenden Sanktionslisten zu verwechseln. Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele nimmt wie folgt zur aktuellen Entwicklung Stellung.

Osteuropa und Zentralasien machen gegenwärtig mit starken Wachstumszahlen auf sich aufmerksam. Dies gilt auch für die Ukraine und Belarus, zwei Länder, die im Fokus der aktuellen Ausgabe der Ost-Ausschuss Informationen stehen. Der Reformprozess in der Ukraine, die konjunkturelle Belebung und die Umstrukturierung der Wirtschaft eröffnen deutschen Unternehmen neue Chancen auf einem Markt mit über 40 Millionen Menschen, schreibt Andreas Lier, der Präsident der AHK Ukraine, in seinem Beitrag für die aktuelle Ausgabe. Das Nachbarland Belarus profitiert insbesondere vom Wirtschaftsaufschwung in Russland. Es gebe bereits 300 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in Belarus, aber das Potenzial sei bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, sagt der belarussische Botschafter in Deutschland Denis Sidorenko im Interview.

Dynamisch wie selten entwickelt sich derzeit der Agrarsektor im Osten Europas und in Zentralasien. Dies unterstreicht auch die Nachricht, dass Russland nach zweijähriger sanktionsbedingter Abstinenz 2018 wieder einen Messestand für die vom 19. bis 28. Januar in Berlin stattfindende 83. Internationale Grüne Woche in Berlin angemeldet hat. „Wir freuen uns über die Rückkehr Russlands auf die Grüne Woche“, sagt Torsten Spill, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft: „Russlands Agrarsektor will sich weiter modernisieren – für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus viele Geschäftschancen.“

Schwerpunkt Agrarwirtschaft in Russland, der Ukraine und Kasachstan

Osteuropa ist wieder „in“. Das war die zentrale Botschaft der Konferenz „Fokus Osteuropa - Wirtschaft im Gespräch“, mit der der Ost-Ausschuss und die Allianz Mitte November in München eine Region in den Mittelpunkt rückten, die gegenwärtig mit starken Wachstumszahlen auf sich aufmerksam macht. Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Ost-Ausschuss Informationen. Wir berichten über die wichtigsten Aktivitäten des Ost-Ausschusses in der Wachstumsregion im Osten, unter anderem über das Gespräch einer Ost-Ausschuss-Delegation mit den Präsidenten Russlands und Kasachstans in Sotschi, über die jüngste Delegationsreise des Ost-Ausschusses ins wachstumsstarke Rumänien, über Veranstaltungen zu Kasachstan und Usbekistan sowie über die Deutsch-Russischen Gespräche in Baden-Baden, die sich bei ihrer zehnten Auflage dem Thema „digitale Welten“ widmeten.

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