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Rumänien

RumänienStand: April 2019

Als Rumänien 2007 der EU beitrat, hinkte das Land weit hinter dem Westen her. Mit einem BIP pro Kopf von weniger als 10.000 Euro liegt es innerhalb der EU immer noch auf den unteren Rängen. Doch hat die rumänische Wirtschaft in den letzten Jahren mit hohen Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Seit dem 1. Januar 2019 hat Rumänien für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Wirtschaftsentwicklung

Der Höhepunkt des Konjunkturzyklus in Rumänien ist überschritten. Im Jahr 2017 war die rumänische Wirtschaft noch um über sieben Prozent gewachsen. 2018 ging das Wachstum nach Einschätzung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) auf-  immer noch ansehnliche - 4,2 Prozent zurück. Die wichtigste Konjunktursäule ist vor dem Hintergrund des engen Arbeitsmarkts und steigender Löhne der private Verbrauch, auch wenn das Auslaufen fiskalischer Entlastungseffekte und die höhere Inflation als Bremsen wirkten. Auch die Investitionsnachfrage gab spürbar nach. Die Abschwächung der Auslandsnachfrage und die reale Aufwertung des Leu machten sich zudem in schwächeren Exporten bemerkbar. Die EBRD geht für 2019 von einer weiteren Wachstumsabschwächung auf 3,6 Prozent aus. Neben der globalen Konjunkturabkühlung könnten vor allem neue Abgaben im Banken-, Energie- und Telekommunikationssektor die Investitionsbereitschaft der Unternehmen negativ beeinflussen.

Ein grundlegendes Problem bleibt die Infrastruktur, die nur unzureichend ausgebaut ist und als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung gilt. Selbst wenn das Land sämtliche Fördermittel in Anspruch nimmt, die vom EU-Haushalt 2014 bis 2020 bereitgestellt werden, wird dies nicht ausreichen, das lückenhafte Verkehrsnetz zu modernisieren, stellte die EBRD fest.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Das südosteuropäische Land liegt unter den Handelspartnern Deutschlands auf Platz 19. 2018 erreichte das Volumen des bilateralen Handels mit Deutschland einen Wert von 32,2 Milliarden Euro und stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent. Die deutschen Importe rumänischer Waren legten 2018 um 6,8 Prozent auf fast 16 Milliarden Euro zu. Die deutschen Exporte erhöhten sich um 7,3 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Deutschland blieb damit wichtigstes Lieferland Rumäniens. Deutschland gehört nach den Niederlanden und Österreich außerdem zu den größten Investoren in Rumänien.

Aktivitäten des OAOEV

Zehn Jahre EU-Mitgliedschaft und die Unterzeichnung des Deutsch-Rumänischen Freundschaftsvertrages waren Anlass für die Besuche von zwei Delegationen des OAOEV in Rumänien im Jahr 2017.

Quellen: EBRD, EU, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2018

Präsident: Klaus Johannis
Ministerpräsidentin: Viorica Dancila
Hauptstadt: Bukarest
Bevölkerung: 19,6 Mio.

Nominales BIP: 202,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 10.362 Euro
BIP-Wachstum: 4,2%
BIP-Wachstum, 2019 (P): 3,6%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 15,9 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 16,2 Mrd. Euro

Quelle: EBRD, gtai

Ansprechpartner

Anja Quiring
Regionaldirektorin Südosteuropa
Tel.: 030 206167-130
A.Quiring@bdi.eu

Links

Rumänische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (DRAHK)

Investitionsagentur

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