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Polen überholt Großbritannien: Deutscher Osthandel stabilisiert Konjunktur

In Zeiten einer sich abschwächenden Weltwirtschaft und wachsender Handelskonflikte erhält die deutsche Wirtschaft wichtige Impulse aus Mittel- und Osteuropa. Nach den vom OAOEV ausgewerteten Zahlen des Statistischen Bundesamtes stiegen die deutschen Exporte in alle 29 Länder Mittel- und Osteuropas von Januar bis Juni 2019 um 2,2 Prozent, während die deutschen Gesamtexporte nur noch um 0,6 Prozent zulegen konnten.

OstContact Lunch: Aufschwung trotz Sanktionen? Russlands neue Trends in Wirtschafts- und Finanzpolitik

Russlands Wirtschaft fasst wieder Tritt! Nach 1,2 Prozent Wachstum in diesem Jahr prognostiziert die Weltbank für die Jahre 2020 und 2021 eine Steigerung auf 1,8 Prozent. Was heißt das für Investoren und worauf müssen sich deutsche Unternehmen einrichten? Diskutieren Sie mit Experten und Unternehmern beim OstContact-Lunch wichtige Fragen für Ihr Russland-Geschäft.

„Spaltung von EU und USA wäre schädlich“

Zwei Ausschüsse des US-Kongresses haben sich mit großer Mehrheit für Sanktionen gegen europäische Spezialschiffe ausgesprochen, die am Bau von Nord Stream 2 beteiligt sind. Das Pipeline-Projekt soll damit nach dem Willen der US-Vertreter noch gestoppt werden. Zu den Sanktionsdebatten in den USA bezieht der Vorsitzende des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins Wolfgang Büchele folgendermaßen Stellung:

Zeichen der Wiederannäherung

Erstmals seit der Ukraine-Krise eröffneten mit den Außenministern Deutschlands und Russlands zwei hochrangige Regierungsmitglieder den Petersburger Dialog, der Mitte Juli auf dem Petersberg in Königswinter stattfand. Eines der wichtigsten Themen war der beabsichtigte deutsche Kohleausstieg. Dabei führten die Teilnehmer einen konstruktiven Dialog zur deutschen und russischen Energiepolitik im Zeichen des Klimawandels.

Russland schafft Gebühren ab

Im Juni 2018 wurden in Russland Recycling-Gebühren auf Elektrofahrzeuge eingeführt. Deren Höhe betrug teilweise ein Vielfaches des eigentlichen Warenwerts und wurden bei der Verzollung fällig. Die unklaren gesetzlichen Regelungen und zahlreiche Änderungsanträge und Anpassungswünsche der betroffenen Unternehmen führten dazu, dass in einigen Fällen erhebliche Forderungen der russischen Zollbehörden aufliefen. Mit Beschluss vom 11. Juli 2019 wurde nun ein großer Teil dieser Gebühren abgeschafft.

Effizienzpartnerschaft mit Russland

Auf dem diesjährigen St. Petersburg International Economic Forum zeigen deutsche Wirtschaft und Politik gemeinsam Flagge. Auf dem diesjährigen St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) vom 6. bis 8. Juni 2019 waren deutsche Unternehmen so stark präsent, wie viele Jahre nicht mehr. Erstmals seit Beginn der Ukraine-Krise 2014 nahm mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auch wieder ein Mitglied der Bundesregierung am wichtigsten Wirtschaftsforum Russlands teil. Begleitet wurde er von einer großen Wirtschaftsdelegation, der viele OAOEV-Mitgliedsunternehmen angehörten. Altmaier warb in St. Petersburg für mehr wirtschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Russland und um eine Verbesserung des Vertrauensverhältnisses zwischen beiden Ländern. Im Rahmen seines Besuches unterzeichnete er gemeinsam mit dem russischen Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin eine Vereinbarung zu einer Deutsch-Russischen Effizienzpartnerschaft, die der OAOEV mit vorbereitet hatte.

Starke Partnerschaft mit deutscher Wirtschaft

Auf dem diesjährigen St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) schloss der OAOEV eine Vereinbarung mit dem größten russischen Energiekonzern Rosneft. Sie umfasst insbesondere die Bereiche Energieeffizienz, den Einsatz effektivster Methoden zur Förderung von Rohstoffen, die Automatisierung und Digitalisierung der Produktion und innovative Technologien. Die Vereinbarung hat das Ziel, neue Projekte zwischen Rosneft und deutschen Unternehmen anzubahnen.

Krasnoyarsk Economic Forum 2019

Der Schwerpunkt des dreitägigen Wirtschaftsforums liegt in diesem Jahr auf dem Thema Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Themen sind Finanzierung und Investitionsklima, Institutionen, Energiewirtschaft und Ressourcen sowie Infrastruktur. Als Teilnehmer werden  Energieminister Aleksander Nowak, Bildungsminister Mikhail Kotyukow,  Bauminister Vladimir Yakushew sowie der Ministers für digitale Entwicklung, Kommunikation und Medien Konstantin Noskow erwartet.

Nähere Informationen zum Forum erhalten Sie hier (nur Russisch).

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