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Slowakei

SlowakeiStand: Juni 2020

Mit dem EU-Beitritt im Rahmen der EU-Osterweiterung 2004 gelang dem Land der wirtschaftliche Durchbruch. Als erstes mittelosteuropäisches Land trat die Slowakei im November 2005 der Eurozone bei, was sich seitdem als Standortvorteil für ausländische Investoren erweist.

 

Wirtschaftsentwicklung

In den vergangenen Jahren befand sich die Slowakei in einer konjunkturellen Hochphase. 2019 verlangsamte sich das Wachstum allerdings auf 2,4 Prozent. Zu den Säulen des Wirtschaftswachstums zählten neben der starken Binnennachfrage die Investitionen – auch durch hohe EU-Fördermittel – und steigende Exporte. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Slowakei weltweit die höchste Produktionsquote von Pkw per Kopf aufweist. Allerdings ist das Land infolgedessen auch stark von der Automobilbranche abhängig. Der Konjunkturboom wird in der Slowakei in Folge der wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise und der Probleme in der Automobilindustrie zum Erliegen kommen. Das Land ist als offene und exportorientierte Volkswirtschaft in besonderem Maße vom globalen Setting abhängig. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) prognostiziert für 2019 einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um sechs Prozent. 2021 soll es dann wieder kräftig aufwärts gehen (sieben Prozent).

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der deutsch-slowakische Außenhandel belief sich im Jahr 2019 auf 31 Milliarden Euro und übertraf damit den Warenaustausch Deutschlands mit deutlich größeren Ländern wie Mexiko, Brasilien, Kanada oder Indien. Trotz der relativ geringen Einwohnerzahl war die Slowakei 2019 der sechstgrößte Handelspartner Deutschlands in Mittel- und Osteuropa. Sowohl die deutschen Importe (ein Prozent) als auch die slowakischen Exporte legten um 0,4 Prozent zu. Die Slowakei gehört zu den wenigen Ländern, die eine positive Handelsbilanz mit der Bundesrepublik aufweisen. Im Jahr 2019 importierte Deutschland Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro aus der Slowakei und exportierte Güter im Wert von 14,1 Milliarden Euro dorthin.

Aktivitäten des OAOEV

Der OAOEV setzt sich für eine stärkere Wahrnehmung der Slowakei in der der Öffentlichkeit durch die Politik in Deutschland ein.

Quelle: EBRD, GTAI, Slowakisches Statistikamt, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2019*

Hauptstadt: Bratislava
Bevölkerung: 5,5 Mio.
Fläche: 49.035 km²
Präsidentin: Zuzana Čaputová
Ministerpräsident: Igor Matovič

Nominales BIP: 94,2 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 17.270 Euro
BIP-Wachstum: 2,4%
BIP-Wachstum, 2020 (P): -6,0%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 16,8 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 14,2 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 21
Deutsche Einfuhr: Platz 17

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@bdi.eu
 

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