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Slowakei

SlowakeiStand: Januar 2020

Mit dem EU-Beitritt im Rahmen der EU-Osterweiterung 2004 gelang dem Land der wirtschaftliche Durchbruch. Als erstes mittelosteuropäisches Land trat die Slowakei im November 2005 der Eurozone bei, was sich seitdem als Standortvorteil für ausländische Investoren erweist. Unternehmen schätzen die Währungssicherheit und die vereinfachte Zahlungsabwicklung.

 

Wirtschaftsentwicklung

In der Slowakei setzt sich 2019 die konjunkturelle Hochphase fort, wenn auch etwas gedämpfter. Die EBRD prognostiziert für den Industriestandort in diesem Jahr erneut ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent. Damit liegt das Land innerhalb der vier Länder der Viségrad-Gruppe an erster Stelle. Auch innerhalb der EU wird die Slowakei 2019 voraussichtlich zu den Wachstumschampions zählen, da die Wirtschaft deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1,4 Prozent zulegen wird. Zu den Wachstumstreibern gehören der starke Privatkonsum und neu entstehende Kapazitäten im Automobilsektor. Insbesondere die geografische Lage, zunehmende Rechtssicherheit, gut ausgebildete Fachkräfte und niedrige Lohnkosten locken ausländische Investoren an. Von Anfang an spielte die Automobil- und Zuliefererindustrie eine tragende Rolle.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der deutsch-slowakische Außenhandel belief sich 2019 auf 31 Milliarden Euro und übertraf damit den Warenaustausch Deutschlands mit deutlich größeren Ländern wie Mexiko, Brasilien, Kanada oder Indien. Trotz der relativ geringen Einwohnerzahl war die Slowakei 2019 der sechstgrößte Handelspartner Deutschlands in Mittel- und Osteuropa. Die deutschen Importe legten im Vergleich zum letzten Jahr zu (+1,0 Prozent), während die slowakischen Exporte (+0,4 Prozent) ihr Plus aus dem Vorjahr nicht wieder erreichen konnten. Im Jahr 2019 importierte Deutschland Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro aus der Slowakei und exportierte Güter im Wert von 14 Milliarden Euro dorthin.

Aktivitäten des OAOEV

Der OAOEV setzt sich für eine stärkere Wahrnehmung der Slowakei in der der Öffentlichkeit durch die Politik in Deutschland ein.

Quelle: EBRD, GTAI, Slowakisches Statistikamt, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2019*

Hauptstadt: Bratislava
Bevölkerung: 5,4 Mio.
Fläche: 49.035 km²
Präsidentin: Zuzana Čaputová
Ministerpräsident: Peter Pellegrini

Nominales BIP: 94,4 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 17.306 Euro
BIP-Wachstum: 2,3%
BIP-Wachstum, 2020 (P): 2,2%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 16,8 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 14,2 Mrd. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 21
Deutsche Einfuhr: Platz 17

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@bdi.eu
 

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