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Tadschikistan

TadschikistanStand: Juni 2020

Tadschikistan ist gemessen am Pro-Kopf-Einkommen die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Tadschikistans Wirtschaft ist stark abhängig von den Rücküberweisungen der in Russland arbeitenden Auslandstadschiken, die Schätzungen zufolge knapp die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmachen.

 

Wirtschaftsentwicklung

Umfangreiche öffentliche Investitionen ermöglichten Tadschikistan 2019 ein kräftiges Wachstum von 7,5 Prozent. Die Wirtschaft leidet aber nach wie vor unter den sinkenden Preisen für Aluminium und Baumwolle. Zum wirtschaftlichen Wachstum trugen die gestiegenen Exporte in der Metall- und Energiebranche sowie die Erholung der Rücküberweisungen bei. Das Land ist im weltweiten Vergleich eines der Länder, die am stärksten von Rucküberweisungen im Ausland lebender Arbeitsmigranten abhängen. Bedenklich sind das steigende Haushaltsdefizit aufgrund höherer Ausgaben für die Infrastruktur und geringerer Steuereinnahmen, der Inflationsdruck sowie die Auslandsverschuldung gegenüber China. Der Ausbruch von COVID-19 und die Schließung der Grenzen Tadschikistans zu seinen Nachbarn stellen erhebliche Risiken für die Wirtschaft dar. Für 2020 wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um ein Prozent prognostiziert. Im Jahr 2021 soll sich jedoch die Wirtschaft wieder erholen und ein Wachstum von fünf Prozent verzeichnen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Der deutsch-tadschikische Außenhandel bleibt aus deutscher Sicht von geringer Bedeutung. Die deutschen Importe aus Tadschikistan, primär Aluminium und Baumwolle, beliefen sich 2019 auf zwei Millionen Euro. Der Wert der deutschen Ausfuhren nach Tadschikistan lag 2019 bei rund 28 Millionen Euro und war um rund 40 Prozent niedriger als im Vorjahr. Exportiert werden vor allem Maschinen, Fahrzeuge und technische Ausrüstung sowie chemische Erzeugnisse. Mit einem Handelsvolumen von gerade einmal rund 30,7 Millionen Euro belegte Tadschikistan im letzten Jahr den letzten Platz im deutschen Osthandel.

Aktivitäten des OAOEV

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH (GIZ) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzte der OAOEV von 2012 bis 2018 ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zur Rohstoffkooperation mit Zentralasien um.

Quellen: ADB, EBRD, gtai, Nationales Statistikamt, Statistisches Bundesamt, UNCTAD

Statistik 2019*

Hauptstadt: Duschanbe
Bevölkerung: 9,1 Mio.
Fläche:  142 000km²
Präsident: Emomali Rahmon
Ministerpräsident: Kohir Rasulsoda

Nominales BIP: 7,5 Mrd. Euro
BIP pro Kopf:  806 Euro
BIP-Wachstum: 7,5 %
BIP-Wachstum, 2020 (P): 1,0 %

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 2,1 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 28,6 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 161
Deutsche Einfuhr: Platz 174

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu
 

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