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Usbekistan

UsbekistanStand: Juni 2020

Der zweite Präsident Usbekistans Shavkat Mirzijojev, der seit Dezember 2016 im Amt ist, hat ein umfangreiches Reformprogramm gestartet. Es soll das Land für Investoren öffnen.

 

Wirtschaftsentwicklung

Das reale BIP-Wachstum in Usbekistan erreichte 2019 5,5 Prozent. Zum einen wurde das Wachstum durch die hohen Investitionen unterstützt, die aus der gezielten Kreditvergabe an staatliche Unternehmen resultieren. Zum anderen durch die starken usbekischen Exporte, die wiederum vom schwachen usbekischen Som und von Exportliberalisierungen profitierten. Vor allem bei den Agrarexporten konnte Usbekistan seine Stärke ausspielen und gleichzeitig vom erhöhten Bedarf in Russland profitieren. Weitere Wachstumstreiber waren neben dem Dienstleistungssektor der Bausektor sowie die Industrie. Auch Usbekistan ist schwer von der Corona-Pandemie betroffen. 2020 rechnet die EBRD mit einem BIP Wachstum von lediglich 1,5 Prozent. Die Regierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet, um den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Krise entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wird ein Anti-Krisenfonds in Höhe von zehn Billionen Sum (etwa eine Milliarde US-Dollar) eingerichtet. Für das Jahr 2021 rechnet die EBRD mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft und einem BIP-Wachstum von 6,5 Prozent.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Das mit 32,1 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land in Zentralasien ist nach Kasachstan der zweitwichtigste Partner Deutschlands in der Region. Der bilaterale Handel Deutschlands mit Usbekistan hat sich 2019 sehr positiv entwickelt und legte im Vergleich zum Vorjahr um 27,1 Prozent zu. Dies lag vor allem an den deutschen Exporten nach Usbekistan, die um 27,6 Prozent zulegen konnten. Bei den Importen aus Usbekistan gab es ein Wachstum von 15,8 Prozent. Deutschland erzielt im Handel mit Usbekistan einen starken Exportüberschuss. Deutschland exportiert vor allem Maschinen und Anlagen, Kfz und Kfz-Teile, Datenverarbeitungsgeräte und elektronische Erzeugnisse, elektrische Ausrüstung, pharmazeutische und chemische Erzeugnisse sowie Nahrungsmittel. Aus Usbekistan werden vor allem Nahrungsmittel, Textilien und Metalle importiert.

Aktivitäten des OAOEV

Der OAOEV organisierte gemeinsam mit der Botschaft der Republik Usbekistan und dem Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrat am 15. November 2018 ein Deutsch-Usbekisches Business-Forum mit Premierminister Abdulla Aripov, bei dem sich über 160 Unternehmensvertreter über die Reformagenda der usbekischen Regierung informieren konnten.

Am 14. Mai 2018 reiste eine Wirtschaftsdelegation nach Usbekistan. Mit über 70 Teilnehmern war es die größte Reisegruppe, die der OAOEV jemals nach Zentralasien geführt hat. Am 15. Mai 2018 erhielten die Delegationsteilnehmer zunächst ein Briefing durch Botschafter Günter Overfeld. Vom hohen Reformtempo konnten sich die Delegationsteilnehmer bei der anschließenden Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrats und des mit 180 Teilnehmern bestens besuchten Deutsch-Usbekischen Businessforums überzeugen.

Eine OAOEV-Delegation begleitete den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Mai 2019 nach Usbekistan, wo zahlreiche deutsche Unternehmen die Möglichkeit nutzten, bilaterale Unternehmen zu unterzeichnen.

Quellen: ADB, EBRD, gtai, Nationales Statistikamt, Statistisches Bundesamt, UNCTAD

Statistik 2019*

Hauptstadt: Taschkent
Bevölkerung: 32,7 Mio.
Fläche: 448.900
Präsident: Shavkat Mirzijojev
Ministerpräsident: Abdulla Aripov

Nominales BIP:  53,4 Mrd. Euro
BIP pro Kopf:  1.590 Euro
BIP-Wachstum:  5,6 %
BIP-Wachstum, 2020 (P):  1,5 %

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 31,6 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 876 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 71
Deutsche Einfuhr: Platz 131

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@bdi.eu
 

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